Feuerwehr Trier bekommt neuen Nachbarn

Feuerwehr Trier bekommt neuen Nachbarn

Passend zur Einweihung des Brand- und Katastrophenschutzzentrums Trier (Nebenwache der Berufsfeuerwehr) trifft die lang ersehnte Nachricht ein: Direkt nebenan werden die Stadtwerke Trier (SWT) einen neuen Stützpunkt für das Technische Hilfswerk (THW) bauen.

Trier. Der THW-Ortsverband Trier hofft seit etlichen Jahren auf eine Verbesserung seiner Raumsituation. Markus Haier, Geschäftsführer der THW-Geschäftsstelle Trier: "Das Büro in der Peter-Schroeder-Straße, die Fahrzeughalle in der Gottbillstraße - das ist für den Dienstbetrieb schwierig. Die Sanitäranlagen sind nicht optimal. Wir sind froh, wenn wir die neue Liegenschaft bekommen und Synergien mit der Feuerwehr nutzen können." Als Standort war schon längst das Gelände des Brand- und Katastrophenzentrums (BKSZ) in Trier-Ehrang auserkoren. Der THW-Landesbeauftragte Werner Vogt kündigte einen Baubeginn noch im Jahr 2015 an. Doch das Projekt musste europaweit ausgeschrieben werden und verzögerte sich immer weiter. Triers Feuerwehrdezernent Thomas Egger (SPD) verkündete in der jüngsten Derzernatsausschusssitzung die gute Nachricht: "Die Stadtwerke Trier werden fürs THW bauen können. Wir freuen uns auf diesen Partner."
Auftraggeber ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), denn das THW ist eine Bundesbehörde. Die SWT wird den Komplex bauen und langfristig an die Bima vermieten, die ihn wiederum dem Nutzer THW zur Verfügung stellen wird.
Das THW-Gebäude wird die gemeinsame Geschäftsstelle für alle Ortsverbände in der Region, Räume für den Ortsverband Trier und eine Fahrzeughalle umfassen. Zur Bausumme machen die SWT derzeit noch keine Angaben, da die Detailplanung und die Vorgehensweise bei der Umsetzung noch ausstehen. Festgelegt ist aber, dass das Gebäude Mitte 2019 fertig sein soll. Die SWT fungierten beim Bau der Feuerwehr-Nebenwache als Projektleiter im Auftrag der Stadt und könnten diese Rolle auch beim geplanten Neubau der Feuerwehr-Hauptwache (bisher am St.-Barbara-Ufer) auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums ausüben. In diesem Zusammenhang ließ Dezernent Egger noch eine weitere Katze aus dem Sack. Die Stadt wolle "Fahrzeugkomponenten" der Feuerwehr zur Nebenwache in Ehrang auslagern. "Innenstadtraum ist nun mal teuer", sagte Egger. "Deshalb wollen wir eine Erweiterungsfläche bei der Nebenwache nutzen und dort eine weitere Containerhalle bauen." Dadurch müssten entsprechend weniger Einsatzfahrzeuge in der künftigen Hauptwache untergebracht werden, wo nur begrenzter Platz zur Verfügung stehen wird. cus
Extra

Das Brand- und Katastrophenschutzzentrum in der Ehranger Servaisstraße wird am heutigen Samstag eingeweiht. Der Tag der offenen Tür am morgigen Sonntag dauert von 10 bis 16 Uhr. In eineinhalb Jahren Bauzeit entstanden: Hauptgebäude mit Fahrzeughallen, Übungshalle, Schulungsräume, Atemschutzübungsstrecke, Werkstatt, Logistiklager sowie Aufenthaltsräume und eine Containerhalle. Baukosten: 12,6 Millionen Euro. Bei Führungen sehen die Besucher auch, wo Feuerwehrmänner in der Bereitschaft ruhen und künftig ihren jährlichen Atemschutzleistungstest ablegen. Jugendfeuerwehr, Hundestaffel und Höhenrettungsgruppe zeigen ihr Können. Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des THW-Ortsverbands können in einer Ausstellung besichtigt werden. Zum Kinderprogramm gehören Hüpfburgen, Luftballonwettbewerb und Spritzwandschießen. In der Servaisstraße gibt es keine Parkplätze. Im Trierer Hafen (Bereich Schiffstraße) sind Parkplätze ausgeschildert. Von dort ist das BKSZ in fünf Minuten zu Fuß erreichbar. red/cus

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