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Feuerwehren löschen Scheunenbrand und retten Menschenleben

Feuerwehren löschen Scheunenbrand und retten Menschenleben

Ein Brand, wie er täglich vorkommen könnte, war Ausgangspunkt der Jahresabschlussübung der Wehren aus Newel, Butzweiler, Besslich, Lorich und Aach. Die Retter aus fünf Feuerwehren bekämpften gemeinsam einen Scheunenbrand und retteten drei Kinder aus dem verqualmten Gebäude.

Newel-Lorich. (pem/red) Großbrand in einem landwirtschaftlichen Betrieb: "Kinder hatten in einer Scheune mit offenem Feuer gespielt. Dabei gerieten gelagertes Stroh und Maschinen in Brand", erläuterte Norbert Funk, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lorich, das Szenario für die gemeinsame Jahresabschlussübung der Wehren aus Newel, Butzweiler, Besslich und Lorich sowie Aach. Aus Angst seien die drei "fahrlässigen Brandstifter" fatalerweise ins Innere der brennenden Scheune geflüchtet und versteckten sich dort. Die Wehren mussten bei der Übung mit erschwerten Bedingungen kämpfen. Zum einen konnte, aufgrund der starken Rauchentwicklung, der Vater die Kinder nicht mehr selbst suchen. Zum anderen waren die Fahrzeuge in der Halle getankt.

Die Situation erforderte einen größeren Feuerwehreinsatz, so dass neben der Ortsfeuerwehr Lorich sofort die Nachbarfeuerwehren aus Aach, Butzweiler, Beßlich und Newel alarmiert wurden. Routiniert gingen die nacheinander eintreffenden Wehrleute ans Werk. Die örtlich ansässige Loricher Wehr beschränkte sich auf einen "Außenangriff", da ihre Feuerwehreinheit nicht über Atemschutzgeräte verfügt. Die Aacher, Butzweilerer und Neweler Feuerwehrleute gingen truppweise in das stark verqualmte Gebäude, um die "vermissten Kinder" zu suchen und - letztendlich - zu retten. Um eine simulierte Einsturzgefahr der "angeschlagenen Scheune" während der Nachlöscharbeiten zu verhindern, sicherte die Stützpunktfeuerwehr Newel die Scheune mit einem Greifzug und Zurrgurten.

Die Feuerwehrleute aus den Gemeinden Newel und Aach und die Helfer der Deutschen-Roten-Kreuz (DRK)-Ortsgruppen Butz weiler und Ehrang haben, so Bürgermeister Wolfgang Reiland, Feuerwehrchef der Verbandsgemeinde Trier-Land, und Wehrleiter Peter Heinz, ganze Arbeit geleistet: "Unsere Feuerwehren sind gut aufgestellt und der Ausbildungsstand ist ausgezeichnet. Wichtig sind diese Übungen, weil hier der Ernstfall geprobt wird."