Feyen benennt Straße nach Urahn der Trierer Pfadfinder

Trier · Die Rudolf-Oster-Straße liegt in Feyen zwischen der Lamartinestraße und der Scheffelstraße. Nach der Aufstellung des Straßenschildes trafen sich dort alte Weggefährten des Seelsorgers und Krankenhausrektors.

Trier. Ein "ehrendes Andenken" sei es, sagt Rosemarie Hass aus Trier-Feyen, die Prälat Rudolf Oster bis zuletzt gepflegt hatte. Vor 13 Jahren, im Alter von 104 Jahren, verstarb der Seelsorger, Religionslehrer, Krankenhausrektor und Gründungsvater der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Bistum Trier. Heute ist eine Straße nach ihm benannt - in Trier-Feyen, wo er auch lange nach seinem Ruhestand aktiv gewesen war. Zwischen der Lamartinestraße und der Scheffelstraße verläuft die rund 100 Meter lange Straße. Nach der Aufstellung des Straßenschildes haben sich jetzt einige seiner alten Weggefährten dort getroffen.
Prälat Oster sei "eine außergewöhnliche Persönlichkeit gewesen", sagt Günther Molz, der ihn seit seiner Jugendzeit gekannt hatte. 1947 stieß der heute 83-Jährige "auf die Pfadfinderei" - und blieb rund zwei Jahrzehnte lang aktiv dabei. "Durch die Pfadfinderei hat man Weitblick bekommen", sagt Molz. Es sei "eine Freude und eine Ehre", dass Oster mit einer nach ihm benannten Straße ein Andenken gesetzt wurde. Er solle "im Gedächtnis bleiben für die nachfolgenden Generationen".
1897 wurde Rudolf Oster in Trier geboren. 1929 wurde er Rektor des Marien-Krankenhauses und Religionslehrer der Städtischen Realschule, ein jahr später gründete er die erste christliche Pfadfindergruppe Triers. red