Filme unter freiem Himmel

Zum zehnten Mal organisieren Ralf Kotschka und sein Team das Kurzfilmfestival 40UferFilme im Innenhof des Kurfürstlichen Palais. Am Donnerstag, 7. Juli, 22 Uhr, werden 20 kurze Filme unter freiem Himmel gezeigt.

Trier. Ein Innenhof mit Wiese, Menschen auf Picknickdecken unter dem Sternenhimmel und eine Leinwand - mehr braucht man für ein Off-Kurzfilmfestival nicht. Das wissen Ralf Kotschka und sein Team. 40UferFilme heißt das Festival, das seit zehn Jahren im Innenhof des Kurfürstlichen Palais stattfindet. Mit seinen 800 bis 1000 Besuchern ist es in Trier schon zum Kult geworden.
"Seit zehn Jahren hat das Wetter immer gehalten. Wir hoffen, dass es auch diesmal klappt. Bei Regen gibt es eine Woche später, am 14. Juli, einen zweiten Versuch", erklärt Kotschka.
Musikvideo aus Trier dabei


2001 hatte er die Idee zu dem Festival, das ursprünglich am Moselufer geplant war. Auf der alten Leinwand des Gloriakinos werden die Kurzfilme gezeigt. Kotschka schätzt die Größe der Leinwand auf vier mal drei Meter. "Damit ist sie fast ein bisschen klein für die vielen Besucher." 40Ufer Filme ist ein Off-Kurzfilmfestival. Man sitzt auf dem Rasen. Deswegen werden Besucher gebeten, sich Decken und Kissen mitzubringen.
Vor allem der Innenhof im Palais mache die besondere Atmosphäre aus. "Es ist einfach klassisch und schick", sagt Kotschka. An dem Abend unter freiem Himmel werden rund 20 Kurzfilme gezeigt. "Es sind Filme von Filmhochschulen und private Videos. Diesmal ist sogar ein Musikvideo aus Trier dabei."
Die Vorbereitungen für die Veranstaltung beginnen jeweils schon im Januar. "Bis Mai haben wir 150 Filme vorliegen", erklärt Kotschka. Nach dem Schwerpunkt Unterhaltung wählt er mit seinem Team die Filme für den Abend aus. Besonders wichtig sei dabei die Vielfalt. "Für jeden ist am Ende ein Film dabei."
Werbung gibt es für den Abend nur in Maßen. Vor allem in sozialen Netzwerken wird das Projekt publik gemacht. "Wir haben ein Plakat aufgehängt und fotografiert. In Facebook haben wir dann ein Quiz zur Frage nach dem Aushängeort des Plakates gemacht. Der Gewinner hat eine Freikarte bekommen." Kotschka sagt, dass das Kurzfilmfestival nach zehn Jahren einfach Kult sei. Werbung sei daher nicht nötig.
Kotschka sucht Nachfolger


Das Projekt läuft ehrenamtlich und wird hauptsächlich von den Mitarbeitern Ralf Kotschka und Stephan Schingeler getragen. "Jedes Jahr sind einige Studenten dabei, doch die bleiben nicht sehr lange." Deswegen hat Kotschka einen Wunsch: "Ich würde das Projekt gerne abgeben. Ich könnte mir vorstellen, dass Universität oder Fachhochschule eine praktische Übung daraus machen."
Kotschka würde das Projekt gerne in die Hände von Dozenten legen. Besonders interessant hält er es für Medienwissenschaftler, Betriebswirtschaftslehre- (BWL) und Marketingstudenten. "Ob das Festival so im nächsten Jahr noch einmal stattfinden wird, ist daher nicht sicher."40UferFilme: Im Premierenjahr 2001 wollte Ralf Kotschka die Filme eigentlich am Moselufer zeigen — daher der Name 40UferFilme — musste jedoch wegen Sicherheitsbedenken der Stadt in den kleineren Palais-Innenhof ausweichen. Diese Entscheidung hat er nie bereut: "Die Leute sind immer total überrascht, dass wir mitten im Herzen der Stadt einen so schönen Platz haben." Einlass ist ab 21 Uhr, der Eintritt beträgt 4,50 Euro. mic/ass