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Filmfestival an der Uni Trier: Mit den Augen der anderen

Filmfestival an der Uni Trier: Mit den Augen der anderen

Eine Gruppe junger Leute aus dem Studiengang Medien- und Kultursoziologie veranstaltet am 4. und 5. Februar das Filmfestival Blickwinkel in der Tufa. Die Filme sollen den Zuschauern neue Sichtweisen eröffnen.

Trier. Ein indischer Pfarrer in der bayerischen Provinz, das Innenleben einer Psychiatrie oder Frauenfußball in der Türkei - Themen, die in der alltäglichen Trie rer Kinolandschaft keine Rolle spielen.Am 4. und 5. Februar veranstalten Studenten aus dem Studiengang Medien- und Kultursoziologie das zweite ethnographische Filmfestival namens Blickwinkel im kleinen Saal der Tufa in Trier. Dieser Studiengang vermittelt wie Medienentwicklungen auf der einen und gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen auf der anderen Seite zusammenwirken.Bei ethnographischen Filmen geht es darum, lokalen Gruppen oder Einzelpersonen mit der Kamera so nah wie möglich in ihren Alltag zu folgen. Anstatt einer Erzählerperspektive soll aus der Sichtweise dieser Leute erzählt werden. Die studentische Gruppe organisiert das Festival im Rahmen eines praxisbezogenen Forschungsprojekts. Die Filme sollen helfen, den Blickwinkel zu ändern, und sind manchmal aus ungewohnter, aber immer bereichernder Perspektive erzählt. Insgesamt werden vier Blöcke mit jeweils mehreren Filmen gezeigt. Am Mittwoch, 4. Februar, sind die beiden Blöcke "Anders als gedacht" und "(Trans-)gender" zu sehen. Donnerstags gibt es dann die Schwerpunkte "Frauen im Fokus" und "Lebensleistung". Die Blöcke starten an beiden Tagen jeweils um 16 Uhr und um 19.30 Uhr. Alle ausgewählten Filme liefen zuvor auf dem Internationalen Ethnographischen Filmfestival in Göttingen. Professor Schönhut sitzt dort in der Auswahlkommission und konnte vereinbaren, dass eine Auswahl der Filme in Trier für einen geringen Betrag vorgeführt werden kann. Schönhut sagt: "Ohne die Abmachung mit dem Göttinger Festival wäre unser Festival hier finanziell nicht möglich." Zwei Studierende der Gruppe sind im Sommer mit zu dem Göttinger Festival gefahren. Danach ging\'s ans Auswählen. In Göttingen wurden 60 Filme gezeigt. Den Studenten war es wichtig, bei der Filmauswahl die richtige Balance zu finden. Es sollen Filme gezeigt werden, die in Trier zwar nicht alltäglich zu sehen, aber auch für Leute ohne ethnographische Vorbildung interessant sind. eff-trier.com