Filmreifer Erfolg für Trierer Team

Filmreifer Erfolg für Trierer Team

Die AG des Humboldt-Gymnasiums gewinnt bei einem internationalen Wettbewerb.

Berlin/Trier Das Humboldt-Gymnasium Trier (HGT) hat überraschend das zweite Mal in drei Jahren den Sonderpreis der Jury beim 99Fire-Films-Award gewonnen. Björn Alt, Leiter der Film-AG und Lehrer am HGT, sowie Schülerin Anna Illgen nahmen die Trophäe und einen Scheck über 999 Euro auf der Preisverleihung im Berliner Admiralspalast entgegen.
Der Film "Die Telefonistin" überzeugte die Jury um Oscar-Preisträger Florian Gallenberger und Star-Schauspieler Mads Mikkelsen im weltweit größten Kurzfilm-Wettbewerb 2017 mit 3500 Teilnehmern. Moderator Jochen Schropp würdigte bei der Preisgala den 99-sekündigen Beitrag als "herausragenden Film". Er erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die eine schwere Entscheidung zu treffen hat.
Das Besondere am Preis für junge Filmenthusiasten: Nur exakt 99 Stunden (vier Tage und drei Stunden) haben sie für den Clip Zeit. "Der Dreh war extrem stressig", erzählt Anna Illgen. Doch das lohnt sich, denn die Gewinner können die Veranstaltung immer wieder auch als Sprungbrett in die Filmbranche nutzen: Adi Wojaczek, 2015 Preisträger in der Kategorie Bester Film, war dieses Jahr auf einer erweiterten Liste für einen Oscar nominiert.
"Wir ahnten vorher nichts davon", sagt Björn Alt, der mit einem Freudenschrei auf die Bekanntgabe der Jury reagierte. Zwar wurde der Physik- und Geschichtslehrer des HGT über Telefon informiert, dass "Die Telefonistin" unter die besten 99 Filme gewählt wurde und sie auf die Preisgala eingeladen sind. Die Nominierung für den Sonderpreis wurde ihm aber verschwiegen. Die 999 Euro Preisgeld kann die Film-AG, die sich vor allem über den Förderverein der Schule und Privatspenden finanziert, gut gebrauchen. Die AG ist bereits mit dem nächsten Film beschäftigt und liebäugelt dafür mit dem Kauf einer Drohne.

Mehr von Volksfreund