FINANZEN

Zum Bericht "Museum dreimal so teuer wie geplant - Prestigeträchtiger Neubau schnürt Hermeskeil finanziell die Luft ab" (TV vom 23. Oktober):

So also geht Verwaltung! Nun kann man ja dem neuen Hermeskeiler Stadtbürgermeister Mathias Queck nicht das Elend mit dem Feuerwehrmuseum vorhalten, aber sein Lösungsansatz fängst schon wieder typisch verwaltungstechnisch an: Steuer erhöhen, fertig. Bevor er die Bürger aber in zwei Jahren mit 20 Prozent höheren Steuern belastet, sollte er erst mal beim alten Stadtbürgermeister, der als "Bürger für Bürger" angetreten war, mit dem Klingelbeutel vorbeischauen. Was war der rührig im Wahlkampf um den Stadtbürgermeister-Posten! Was hat er dann als "Bürgermeister für die Bürger" wirklich für die Bürger daraus gemacht? Dann sollte er alle Ratsmitglieder, die das Feuerwehrmuseums-Abenteuer mit ihrer Stimme mitgetragen haben (die Sitzungsprotokolle sind sicher noch vorhanden), ebenfalls mit dem Klingelbeutel besuchen. Und ihnen den am besten um die Ohren hauen! Die haben bei den Stadtratsitzungen und Ausschusssitzungen wahrscheinlich zu allererst an das Sitzungsgeld gedacht! Was die da vorne sagten, wurde letztendlich abgenickt. Persönlich würde sicher keiner der ehemaligen und heutigen Stadtratsmitglieder sich so ein finanzielles Abenteuer wie mit dem Feuerwehrmuseum ans Bein binden. Da ist man dann wieder ganz solide und finanziert nur, was man sich auch persönlich erlauben kann. Ich hoffe, Herr Queck hört auf mit der Luftschlossbauerei und fängt nicht letztendlich mit einem neuen Belginum (das Geldgrab bei Wederath) an, weil das archäologisch interessant wäre. Leider wird ja auch das Feuerwehrmuseum für alle Zeiten defizitär am Geldtropf der Stadt Hermeskeil hängen, selbst wenn man alle Jugendherbergsbesucher durchtreibt. Der normale Hermeskeiler, für den das ja eigentlich hätte gebaut werden müssen, wird einmal einen Besuch abstatten - und das war\'s dann. Ich kann nur hoffen, dass die gewählten Stadtratsmitglieder in Zukunft so handeln, als ginge es um ihr eigenes Geld! Günter Pietzsch, Geisfeld