Finanzierung von Egbert-Grundschule und Wolfsberghalle in Trier

Stadtentwicklung : Trierer Stadtrat verabschiedet lange Wunschliste

Bei den Vorhaben für das kommunale Investitionsprogramm spielen Sporthallen und Schulen die Hauptrollen.

Es es ist so etwas wie ein finanzielles Füllhorn des Landes: der Investitionsstock. Diese rheinland-pfälzische Besonderheit beschert den Städten und Dörfern Zuschüsse für Bauprojekte. Auch das Kommunale Investitionsprogramm soll dabei helfen, die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Der Stadtrat Trier hat sich in seiner Sitzung am Montagabend darauf verständigt, welche Vorhaben er umgesetzt sehen will.

Auf dem Wunschzettel für das Kommunale Investitionsprogramm stehen oben auf der Liste mit der Generalsanierung der Wolfsberghalle (rund 6,7 Millionen Euro) und dem Ersatzneubau der Egbert-Grundschule in Trier-Ost zwei kommunalpolitische Dauerbrenner. Eigentlich sollte die alte Sporthalle abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Doch beim Nachrechnen ist herausgekommen, dass die Generalsanierung anders als erwartet doch noch lohnend ist.

Die Frage, was aus der Egbert-Schule werden soll, ist seit Jahren ein Politikum. Die Kosten werden von der Stadt aktuell mit rund 4,1 Millionen Euro angegeben. Ebenfalls Priorität 1 hat der geplante Erweiterungsbau des Humboldt-Gymnasiums bekommen, für den rund 7,8 Millionen Euro Kosten veranschlagt sind.

Auf den hinteren Plätzen der Vorschlagsliste rangieren Investitionen in eine neue Turnhalle für Auguste-Viktoria- und Max-Planck-Gymnasium (1,4 Millionen Euro) sowie für die St.-Matthias-Grundschule in Trier-Süd (rund zwei Millionen Euro) sowie kleinere Schulbauprojekte (siehe Info).

Drei neue und ein altes Projekt haben es auf die Liste beim Investitionsstock geschafft. Ganz oben stehen zwei Bauabschnitte beim Umbau und der Sanierung der Tufa, wo ein neuer Saal als Ersatzspielstätte entstehen soll (der TV berichtete). Zudem muss das Bestandsgebäude saniert werden. Nach aktueller Schätzung soll das rund 11,7 Millionen Euro kosten. Das ist jedoch nur das Vorspiel für eine der größten Vorhaben in der jüngeren Trierer Geschichte: die derzeit mit knapp 49 Millionen Euro veranschlagte Theatersanierung. Knapp die Hälfte der Summe soll aus dem Investitionsstock kommen. Finanziell bescheiden wirkt da die gewünschte Nachbewilligung für den ÖPNV-gerechten Umbau des Nikolaus-Koch-Platzes, wo sich die Stadt Trier 88 000 Euro vom Land erhofft.

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