Finanzministerin Doris Ahnen und Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe machen sich ein Bild von den Baufortschritten an Grundschule und Kita Feyen.

Infrastruktur : Hoher Besuch auf der „Vorzeigebaustelle“

Finanzministerin Doris Ahnen und Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe machen sich ein Bild von den Baufortschritten an Grundschule und Kita Feyen.

Viele Bewohner des Stadtteils Feyen/Weismark – zumindest die mit Kleinkindern oder schulpflichtigem Anhang – fiebern dem Herbst entgegen. Denn: Geht es nach der Stadt als Bauherr, werden Sanierung und Erweiterung der Grundschule wie auch der Neubau einer Kindertagesstätte (Kita) in wenigen Monaten fertiggestellt sein und können ihren Betrieb aufnehmen.

Baubeginn war im Juni 2018. Auf Einladung der Stadt besuchte die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen (auch zuständig für das Ressort Bauen der Landesregierung) im Rahmen ihrer Sommertour den Kita-Neubau und informierte sich zudem über die Schulgebäudeerweiterung. Ahnen  – wie auch das Trierer Stadtoberhaupt – konnten sich ein Bild von einer in großen Schritten ihrem Ende entgegengehenden „Vorzeigebaustelle“ (OB Wolfram Leibe) machen, deren Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden dürften. Letzteres wünschte sich Wolfram Leibe von dem ebenfalls anwesenden Beigeordneten Andreas Ludwig. Der war in diesem Punkt guter Dinge, wollte aber mit seiner Einhaltungs-Zusage nicht das allerletzte Risiko ausschließen, wenn es doch anders käme. Mit dem „Kommunalen Investitionsprogramm 3.0“ (284 Millionen Euro von Bund und Land) würden gute Dinge auf den Weg gebracht, freute sich Doris Ahnen, wozu nicht zuletzt die beiden Trierer Projekte gehörten: „Ich mag Holzbau“, sagte die Ministerin bei der Entdeckungstour durch das Gebäude, das später 105 Kita-Kindern in einer nach modernsten Gesichtspunkten konzipierten Einrichtung Platz bieten soll (drei Gruppen, zwei kleine altersgerechte Gruppen, davon 32 Plätze für Kinder unter drei Jahren). In der Tat: Heimisches Holz von heimischen Betrieben verarbeitet, spielt eine nicht unerhebliche Rolle beim Innenausbau. „Man riecht es förmlich“, befand Doris Ahnen.

Gegenüber: Die erweiterte dreizügige Grundschule ist für rund 300 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Beide Gebäude trennt nur ein schmaler Stichweg. Gewollter Synergieeffekt: Die Kita-Küche bereitet auch das Essen (bis zu 300 täglich) für die Grundschule und den Hort zu. Grundschüler speisen in der Mensa unmittelbar neben der Kita-Küche: Kita- und Hortkinder haben dafür eigene Räumlichkeiten.

In der Küche werde eigenes Personal beschäftigt, versichert der OB. „Hier sind wir top in Rheinland-Pfalz.“

Großzügig ist auch das zu erwartende Außengelände „Hinten raus“ bei den Einrichtungen Spielplatz und interner Bereich, so die künftige Nutzung. Vor den Gebäuden sollen Parkflächen geschaffen werden. Beigeordneter Andreas Ludwig: Die Außenanlagen würden in letzter Konsequenz nicht komplett fertiggestellt werden bis zum Herbst.

 Zu erwarten ist, dass Bring- und Holverkehr deutlich zunehmen und  unter Umständen problematischer werden als bisher. Dazu hat der Ortsbeirat schon vor längerer Zeit ein Gutachten in Auftrag gegeben, um eine optimale Lösung zu finden. Bei zwei Einrichtungen, wo es bislang nur eine kleinere gab, dürfte der Verkehr deutlich zunehmen, vermutet man in Feyen. Dennoch freute sich auch der stellvertretende Ortsvorsteher Dirk Steffens: „Wir in Feyen können es kaum erwarten, die neuen Einrichtungen in Beschlag zu nehmen.“

Mehr von Volksfreund