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Finanzspritze als Tempobremse

Finanzspritze als Tempobremse

Unerwartete Wendung: Das Langzeitprojekt Verkehrsberuhigung in der Biewerer Straße könnte umgesetzt werden. Denn es scheint möglich, dass das Land einen Zuschuss bewilligt. Mit dem angesparten Geld aus dem Ortsbudget könnten mehrere Baumaßnahmen in Biewer umgesetzt werden.

Biewer. Bei der letzten Ortsbeiratssitzung im Mai hatten über etlichen Köpfen der Ortsbeiräte imaginäre Fragezeichen geschwebt, wie die lang ersehnte Verkehrsberuhigung der alten B 53 zu realisieren ist. Der Ortsbeirat hat 60 000 Euro für diesen Posten angespart. Geld, das noch in diesem Jahr ausgegeben werden muss. Doch diese Summe reicht bei weitem nicht für das Gesamtpaket. Tiefbauamtsleiter Wolfgang van Bellen unterbreitete dem Gremium im Mai konkrete Vorschläge, wie die Straße beruhigt werden könne (der TV berichtete). Die Kosten: 240 000 Euro. Geld aus dem Stadtsäckel sei für die Rückbaumaßnahmen nicht in Sicht. Es stellte sich die Frage, wie der Ortsbeirat das Projekt, das er seit Jahren verfolgt, finanziell stemmen könnte oder ob das Geld umgewidmet werden müsse.
Hilfe ist auf Initiative des Tiefbauamts vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier in Sicht, der "Fördermittel in Aussicht gestellt hat". Die Chancen stünden nicht schlecht, sagte Ortsvorsteher Gerd Kirsch, der das als "einmalige Chance" bezeichnete.
Der Zuschuss - sofern er nach Antragstellung bewilligt wird - ist beträchtlich: Für den Bau von drei Bushaltestellen in der Biewerer Straße (Donaustraße/Teichweg, Levelingstraße und Biewerer Straße 202-208) und damit von Verkehrsinseln, Fahrbahnverengungen oder Gehwegverbreiterungen würden die Kosten von 115 000 Euro nach Bezuschussung auf 40 000 Euro sinken. Diese will der Ortsbeirat nach einstimmigem Beschluss aus seinem angesparten Budget aufbringen.
Das restliche angesparte Geld soll in den Bau von zwei Fahrbahnverengungen am Ortseingang und -ausgang von Biewer fließen. Ebenfalls einstimmig fordert der Ortsbeirat Veränderungen an der Kreuzung B 53 alt/Mäusheckerweg: Zur Verkehrsberuhigung in Biewer sollen eine verlängerte Rotphase in Richtung Biewer und eine abknickende Vorfahrt nach Pfalzel beitragen. Außerdem soll die Biewerer Straße zwischen Gasthaus Crames und Abzweig Litzelholz als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden.
Bei einer Enthaltung will das Gremium zudem die Stadt auffordern, dass sie im Jahr 2012 für zwei weitere Fahrbahnverengungen Mittel im Haushalt bereitstellt. gsb