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Finanzspritze für frische Fresko-Farben in Trier

Restaurierung in der Gangolf-Kirche : Finanzspritze für frische Fresko-Farben in Trier

Der Bund fördert die Restaurierung der Wandmalereien im Chor der Trierer Gangolfkirche mit fast 100 000 Euro.

Frohe Kunde für die Trierer Pfarrei Liebfrauen: Bei der Restaurierung des Chorfreskos in der Markt- und Bürgerkirche St. Gangolf erhält sie kräftige Unterstützung aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes. Der Haushaltsausschuss des Bundestags  hat jüngst eine Förderung in Höhe von 98 850 Euro beschlossen.

Das fast 120 Quadratmeter große Werk hat August Gustav Lasinsky (1811-1870) um 1850 gemalt. Es gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Monumentalmalerei nazarenischer Kunst (romantisch-religiöse Kunstrichtung, die deutschsprachige Künstler im frühen 19. Jahrhundert in Wien und Rom begründeten).

Im Zuge der laufenden Renovierung von St. Gangolf soll das Fresko aufbereitet werden und wieder  ein farbintensives Erscheinungsbild erhalten – ein Fall für den Trierer Diplom-Restaurator Thomas Lutgen.

Für die Finanzspritze hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Steier eingesetzt: „Ich freue mich sehr, dass es mit der Förderung geklappt hat. Sie ist ein wichtiges Zeichen für den Denkmalschutz und den Erhalt dieses Juwels christlicher Kunst.“

Liebfrauen-Chefseelsorger Hans Günther Ullrich erklärt: „Wir als Pfarrei sind außerordentlich dankbar! Diese Mitfinanzierung ermutigt uns sehr, nun das große Gesamtprojekt Fresko mit der Hilfe von weiteren Spendern stemmen zu können.“ Insgesamt mehr als drei Millionen Euro wird die bis Mitte 2022 dauernde, umfassende Erneuerung der Gangolfkirche kosten. Die Fresko-Restaurierung dürfte mit voraussichtlich rund 200 000 Euro zu Buche schlagen.

Das Kuratorium der Markt- und Bürgerkirche St. Gangolf unter Leitung des früheren Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster will Anfang Juni eine Spendenaktion starten. Der genaue Termin steht noch nicht fest, doch er soll mit einem Ereignis zusammenfallen, auf das viele Menschen warten: den Abbau des neben der Kirche in der Grabenstraße positionierten Baukrans (der TV berichtete).

Dieser Kran sollte ursprünglich bereits Ende April aus dem Straßenbild verschwinden. Doch da sich die Arbeiten am Dach von St. Gangolf witterungsbedingt verzögerten, muss er länger stehen bleiben als zunächst geplant.