Firma OVB meldet Insolvent an Betrieb wird vorerst fortgeführt

ÖPNV : Mertesdorfer Busunternehmen in wirtschaftlichen Turbulenzen

Dank Insolvenzgeld geht Betrieb vorerst weiter.

Die Firma OVB Omnibus-Verkehre-Becker aus Mertesdorf hat offensichtlich  wirtschaftliche Probleme. Nach Auskunft der Insolvenzverwalterkanzlei Schmidt aus Trier hat Inhaber Erwin Becker beim Amtsgericht Trier einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht bestellte daraufhin Rechtsanwalt Christoph Grünen zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der Jurist hat sich inzwischen vor Ort einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens verschafft. Sein Ziel sei die umfassende Sanierung und langfristige Fortführung des Unternehmens. „Wir können den Geschäftsbetrieb derzeit ohne Einschränkungen für Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden aufrechterhalten“, sagt Grünen. Durch die bereits in die Wege geleitete Vorfinanzierung des Insolvenzgelds seien die Löhne für die kommenden drei Monate gesichert. Es seien keine Ausfälle oder sonstigen Einschränkungen zu befürchten.

Das 1994 gegründete Omnibusunternehmen beschäftigt aktuell mehr als 50 Arbeitnehmer. Die Firma OVB ist derzeit mit rund 45 Fahrzeugen auf Linien im Raum Trier, Thalfang, Hermeskeil, Türkismühle, Greimerath, Orscholz sowie im Großraum Bitburg unterwegs. Außerdem werden im sogenannten freigestellten Schülerverkehr Schüler- und Behindertenverkehre abgewickelt.

Die Mitarbeiter wurden laut vorläufiger Insolvenzverwaltung bereits über das Insolvenzantragsverfahren und die weiteren Schritte informiert. Erwin Becker ist nach eigenem Bekunden „guter Dinge, dass wir die OVB Omnibus-Verkehre-Becker im Wege des Insolvenzverfahrens sanieren können und die 25-jährige Unternehmensgeschichte fortführen können“. Er legt in diesem Zusammenhang  Wert auf die Feststellung, dass das Trierer Reisebüro „Reisegalerie Becker“ in keinem Zusammenhang mit dem Omnibusbetrieb in Mertesdorf steht und vom Verfahren nicht betroffen ist.

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