Fit für die Zukunft

TRIER-WEST. "Alles ist besser, als daheim zu sitzen", sagt Olaf Janus (24). "Aber die Arbeit hier ist richtig gut, und ich hoffe, dass ich wieder eine Stelle bekomme." Der 24-Jährige ist einer von 13 arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in der neuen Werkstatt von Jugendhilfezentrum Helenenberg und Jugendwerk Don Bosco Trier-West Unterstützung auf ihrem Weg auf den Arbeitsmarkt bekommen.

"Das hier ist meine Chance, wieder auf die Beine zu kommen", erklärt Olaf Janus. Denn Arbeitslosigkeit ist oft ein Teufelskreis, in dem es häufig zu komplexeren Problemlagen kommt. "Aber da helfen einem die Menschen hier auch", sagt der gelernte Holzverarbeiter. Neben der Beschäftigung in dem kleinen Werkstattbetrieb erhalten die 13 Teilnehmer an dem Projekt der beiden Jugendhilfeeinrichtungen in Kooperation mit der Stadt und der Agentur für Arbeit besondere Unterstützung im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen. Umgang mit Geld lernen

Schuldnerberatung, der Umgang mit Geld, Monatsplanung und Kontoführung sind nur einige Punkte der begleitenden Hilfe. "Ziel des Projektes ist es, die jungen Leute fit zu machen für den Arbeitsmarkt, sie in eine Ausbildung zu vermitteln oder zu motivieren, den Schulabschluss zu machen", sagt Werkstattleiter Matthias Jücker. In der Werkstatt, deren Ausstattung größtenteils durch Spenden finanziert werden konnte, erlernen die Teilnehmer Fähigkeiten in den Berufsbereichen Holz, Metall und Farbe. Die ehemalige Reithalle in Trier-West, deren Platzangebot nach dem Auszug der Caritaswerkstätten wieder für das Jugendwerk Don Bosco in Trier-West nutzbar ist, bietet die ideale Möglichkeit, die Arbeitsfelder in der Praxis auszuüben. Außerdem "können wir mit den Jugendlichen an Grundkompetenzen wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit arbeiten", so Jücker. Ein geregelter Tagesablauf und die Arbeit im Team stärke das Selbstwertgefühl und motiviere, auch "an seinem eigenen Leben zu arbeiten". Etwa die Hälfte der Teilnehmer stammt aus Trier-West. Viele der Jugendlichen haben bereits an anderen Maßnahmen teilgenommen und diese wieder abgebrochen. Ausbau zur Fußballhalle geplant

Durch die individuelle Betreuung, die Einstufung und Feststellung der Kompetenzen jedes Einzelnen, die bundesweit üblichen Standards folgen, wird eine umfassende, auf die Teilnehmer zugeschnittene Förderplanung möglich. Neben der Einrichtung von Sozialräumen und der Werkstatt ist der Ausbau der Reithalle zu einer Fußballhalle geplant. Wände und Decke werden saniert und das Spielfeld wird aufgebaut. Überdies bieten sich für die Teilnehmer Arbeitsfelder im Stadtteil. Da die Halle im Kerngebiet des Bund-Länder-Förderprogramms "Soziale Stadt" liegt, hofft Pater Reinhard Büker vom Jugendwerk Don Bosco auch hier auf Unterstützung des Projektes "Junges Leben in alter Reithalle", das Sport und Kommunikation unter einem Dach verbindet.