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Fleißige Hände fürs Hospiz

Fleißige Hände fürs Hospiz

Praktisch arbeiten für den guten Zweck: 16 angehende Garten- und Landschaftsbauer im dritten Ausbildungsjahr gestalteten die Außenanlagen des Hospizhauses in der Ostallee. Von der Kooperation zwischen der Berufsschule des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum und dem Hospiz profitieren alle Beteiligten.

Trier. Das Berufsschulprojekt wird bereits zum dritten Mal durchgeführt. In den Vorjahren legten die Schülerinnen und Schüler den Vorgarten an und bepflanzten ihn sowie den Wohngarten mit Duft- und Blühstauden. In diesem Jahr ging es darum, einen Baustellenablauf unter realistischen Bedingungen zu realisieren. Im Unterricht waren die Lerninhalte wie Auftragserhalt, Ausschreibung, das selbstständige Zeichnen eines Entwurfsplanes oder Erstellen eines Leistungsverzeichnisses durchgenommen worden. Dann stand die praktische Umsetzung im Garten des Hospizhauses an. Die jungen Leute werkelten den ganzen Tag, um sowohl pflegerische als auch bauliche Arbeiten zu erledigen. Selbstverständlich, den späteren beruflichen Rahmenbedingungen entsprechend, abgestimmt auf die Kundenwünsche. Schließlich ist das Hospizhaus auch hinsichtlich der Gartenpflege auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen, so dass eine möglichst pflegeleichte Bepflanzung erwünscht war. Gleichzeitig sollen den Bedürfnissen der Bewohner im Hospiz und ihrer Familien Rechnung getragen werden. Um ein von einer Trierer Firma gespendetes Gartenhaus zu errichten, stellten die angehenden Garten- und Landschaftsbauer den entsprechenden Untergrund fachmännisch her. Andere Schüler pflegten die Bepflanzungen und verlegten Betonpflaster, das ebenfalls kostenlos von einem Unternehmen bereit gestellt war. Mit dem Landschaftsbautechniker Markus Schell sowie technischem Gerät waren das städtische Grünflächenamt und die Ausbildungsbetriebe helfend mit von der Partie.

"Eine gelungene Absprache untereinander und gute Teamarbeit" bescheinigte eine Schülerin der Aktion. Auch die ehrenamtliche Geschäftsführerin des Hospizhauses, Silvia Dempfle, war voll des Lobes. "Wir hätten sonst gar nicht die finanziellen Mittel dazu." Als Dankeschön für die fleißigen Berufsschüler gab es unter anderem eine Gulaschsuppe auf der Terrasse des Hospizhauses - womit gleichzeitig dem Anliegen des Hospizhauses entsprechend eventuelle Berührungsangst vor der Einrichtung genommen wurde. Dazu trugen die Gäste ebenfalls tatkräftig bei, die wie Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani gelegentlich bei den Arbeiten vorbeischauten. Im nächsten Jahr will die Berufsschule den Garten mit kleinen Rückzugsmöglichkeiten weiter ausbauen.