Föhren jetzt beleuchtet
Ein sehnlicher Wunsch ging in Erfüllung: Ab sofort kann sogar nachts und bei schlechtem Wetter auf dem Verkehrslandeplatz in Föhren gestartet und gelandet werden. Zeitliche Deckelung: Nach 21 Uhr finden keine Flugbewegungen mehr statt.
Föhren. Ab sofort gehen auf dem Verkehrslandeplatz Föhren wie bei den großen Flughäfen die Lichter an. Werden alle gemeinsam eingeschaltet, sind es 122 elektrische Lampen, die die 1200 Meter lange und 30 Meter breite Start- und Landebahn sowie den Rollweg in unterschiedlichen Farben markieren. Weitere acht Lichter (je vier an jeder Seite der Piste) haben eine ganz besondere Funktion: Beim sogenannten "Precision Approach Path Indicator" (zu Deutsch: "Präzisions-Anflug-Gleitwinkelfeuer") erhält der Pilot visuelle Signale, ob sein Anflug richtig, zu hoch oder zu niedrig verläuft (der TV berichtete) und kann dadurch korrigieren, um optimal die Landebahn zu treffen. Auch bei Schlechtwetter-Bedingungen ist das System eine echte Hilfe. Auf die Theorie - erläutert von Trier-Saarburgs Landrat Günther Schartz und Abteilungsleiter Lothar Kaufmann vom Verkehrsministeriums in Mainz - und einem Ausblick, dass der nahe Industriepark Region Trier nun noch attraktiver sei für Investoren, folgte der Praxisteil der Feierstunde mit einem Mitflug über das abendliche Trier mit Demonstration der Anflughilfe: ein Flugerlebnis mit den erfahrenen Piloten und Fluglehrern Alfred Schneider und Gerhard Fischer. Manfred Nink (SPD) und Arnold Schmitt (CDU), die beiden MdL's, waren begeistert von den neuen Möglichkeiten. Es handle sich um eine sinnvolle Investition in die Zukunft, unterstrich der Landrat in seiner Ansprache. Industriepark und Flugplatz würden sich hervorragend ergänzen durch nunmehr ideale Bedingungen. Reinhard Müller, Geschäftsführer der Flugplatz Trier GmbH, hob hervor, dass mit dem neuen System und den zusätzlichen Neuerungen wie Vorfeldausleuchtung, beleuchtetem Windsack und einigem mehr das Flugfeld internationalen Standard erlange. Mit der Befestigung einer metallenen Erinnerungsplakette seitlich der Landebahn unterstrichen die Beteiligten die Bedeutung der Neuerung, für die insgesamt 352 000 Euro investiert wurden - bei einem Landeszuchuss von 293 000 Euro.