Föhren: Föhren sieht rot: Mut zur Farbe im Mensatrakt

Föhren : Föhren sieht rot: Mut zur Farbe im Mensatrakt

Feierliche Einweihung von neuen Räumen, Schulhof und Blauem Klassenzimmer. Es ist nicht die letzte Baustelle in der Föhrener Schule.

Ende gut, alles gut!? Dass nach mehr als einjähriger Bauzeit die Grundschule Föhren nun über eine Mensa, Betreuungsräume, neue Toiletten und ein Blaues Klassenzimmer am Föhrenbach verfügt, nahmen die Teilnehmer der Einweihungsfeier froh und dankbar zur Kenntnis. Nicht unter den Teppich gekehrt wurden aber auch die Probleme, die mit dieser Baumaßnahme einhergingen.

Schulelternsprecher Hubert Sevenich erinnerte an die „hitzigen Debatten” in der Planungsphase. Letztlich zog der Verbandsgemeinderat trotz Protesten von Eltern und Lehrerschaft einen Anbau auf dem oberen Schulhof der Aufstockung eines Klassentrakts vor. Aufgestockt werden soll nun trotzdem, weil zwei neue Klassen benötigt werden (der TV berichtete).

Gäste der Einweihungsfeier in der neuen Föhrener Schulmensa mit Bürgermeisterin Christiane Horsch (Vierte von links), Ortsbürgermeisterin Rosi Radant (Zweite von rechts) und Diakon Herbert Knobloch (rechts). Foto: Albert Follmann

Sevenich und Schulleiterin Cordula Frigerio erwähnten die schwierigen Unterrichtsbedingungen während der Bauphase. Eigentlich hätte mit dem Mensabau in den großen Ferien begonnen werden sollen, angefangen wurde jedoch am zweiten Schultag. Dazu Bürgermeisterin Christiane Horsch: „Bauen ist heutzutage ein Abenteuer, es ist schwierig, Firmen zu bekommen.” Letztlich würdigten aber alle, die bei der Einweihungsfeier das Wort ergriffen, das schöne Gebäude, die ansprechende Umgebung und – nach Anlaufschwierigkeiten – das gute Miteinander von Schulträger, Schule und Elternbeirat. „Wir sehen gerne rot”, sagte die Schulleiterin in Anlehnung an die markante Farbgestaltung des rund 1,6 Millionen Euro teuren Holzrahmenbaus. In diesen Kosten sind die neuen Toiletten, der sanierte Verbindungsbau zur alten Schule und der Schulhof enthalten. Ein Blickfang dort sind die bunten Riesenstifte, die Bildhauer Roland Michel (Auw an der Kyll) als Kunst-am-Bau-Projekt geschaffen hat. Von Schülern habe er schon viele positive Rückmeldungen bekommen, sagte Michel. Die Stifte sind Balancierbalken, Sitzgelegenheit, und Kommunikationszentrale. Derzeit besuchen etwa 167 Kinder aus Föhren, Bekond und Naurath die Schule, die seit 2015 Ganztagsschule ist. Neben der erwähnten Aufstockung zur Bildung zweier neuer Klassenräume stehen auch Flachdachsanierungen und Arbeiten am Altbau an. Dort haben sich durch einen instabilen Baugrund Risse an der Fassade gebildet. Diakon Herbert Knobloch nahm die Einsegnung der neuen Räume vor. Für die musikalische Umrahmnung sorgte eine Flötengruppe, bestehend aus Föhrener Grundschulkindern unter der Leitung von Petra Klar (Schweich).

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