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Forscher blicken in Kopf und Herz

Forscher blicken in Kopf und Herz

Trierer Sozialpsychologen untersuchen derzeit das Denken und Fühlen der Deutschen. Die bundesweite Studie läuft über das Internet. Rund 300 Menschen haben den Online-Fragebogen bereits ausgefüllt - bis Mittwoch, 13. Oktober, steht er noch im Netz.

Trier. "Bilden Sie aus der Wortreihe ,Messer, ist, das, Essen, scharf' einen sinnvollen Satz mit genau vier Wörtern. Mögliche Lösung: ,Das Messer ist scharf.'" Solche Aufgaben erwarten Teilnehmer der Trierer Studie "Denken und Fühlen der deutschen Bevölkerung im Jahre 2010". Wissenschaftler der Universität wollen herausfinden, wie die Deutschen ticken. Jeder volljährige deutsche Staatsbürger kann dem Forscherteam helfen, eine Antwort zu finden - indem er die Aufgaben online löst.

"Uns interessieren die unterschiedlichen Denkstile und ihre Wechselwirkung mit dem Erleben von Gefühlen", sagt Professorin Eva Walther, Leiterin der Abteilung für Sozialpsychologie an der Uni Trier. Die Stimmung beeinflusse die Denkweise. So seien gutgelaunte Menschen kreativer, dächten dafür aber häufiger in Schubladen, erklärt die 46-jährige Wissenschaftlerin.

Ein Jahr Vorbereitungszeit



Rund ein Jahr lang bereitete das vierköpfige Forscherteam die Studie vor. Seit Juli steht der Fragenkatalog im Netz. 280 Probanden aus ganz Deutschland haben ihn seitdem vollständig ausgefüllt. Eine vorläufige Rücklaufquote, mit der Eva Walther bislang zufrieden ist. "Je mehr Menschen teilnehmen, desto verlässlicher werden die Ergebnisse", sagt die Professorin für Psychologie. Jeder Proband leiste einen wichtigen Forschungsbeitrag.

Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich Eva Walther mit sozialpsychologischen Themen wie der Entstehung von Einstellungen oder Vorurteilen. Im aktuellen Projekt wird untersucht, wie gründlich, ordentlich und erfindungsreich die Deutschen wirklich sind. Mit ersten Ergebnissen ist noch in diesem Jahr zu rechnen.

Wie bei wissenschaftlichen Studien üblich werten die Forscher der Uni Trier die Angaben anonymisiert aus, sodass keine Rückschlüsse auf den jeweiligen Teilnehmer gezogen werden können.

Die Datenerhebung geht derzeit in den Endspurt. Interessierte können den Fragebogen noch bis Mittwoch, 13 Oktober, aufrufen und ausfüllen. Der Nutzer wird automatisch durch die verschiedenen Bereiche der Umfrage geleitet. Über folgenden Link ist die Internet-Seite aufzurufen: www.unipark.de/uc/studie-uni-trier.