Forschungs-Expedition auf der Mosel

Forschungs-Expedition auf der Mosel

Das Zukunftsschiff "MS Wissenschaft" liegt an diesem Samstag am Zurlaubener Ufer vor Anker. In einer interaktiven Ausstellung an Bord können Besucher einen Blick in die Zukunft wagen und erleben, wie die Wissenschaft von heute unser Leben von morgen verändern wird.

Trier. Ein computergesteuerter Haus-Dinosaurier, ein staubsaugender Roboter oder eine intelligente Hausapotheke, die über abgelaufene Medikamente informiert - all das sind aktuelle Forschungsprojekte, die an Bord der "MS Wissenschaft" am Zurlaubener Ufer zu sehen sind. Das Ausstellungsschiff der Initiative Wissenschaft im Dialog, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, ist eines der Projekte im Wissenschaftsjahr 2009.

Seit Anfang Juni ist das schwimmende Wissenscenter auf deutschen Flüssen unterwegs, bis Oktober wird es in 34 Städten anlegen. Auf rund 600 Quadratmetern erleben die Besucher an Bord eine Reise in die Zukunft.

Im Jahr 2030 begleiten sie eine fiktive Familie durch deren Alltag. Rund 25 Exponate der neuesten Forschungsarbeiten aus den Bereichen Wohnen, Arbeit, Lernen, Freizeit und Gesundheit zeigen anschaulich, wie unser Leben künftig aussehen könnte. "Wir wollen vor allem dem Nachwuchs zeigen, wie spannend und faszinierend Forschung sein kann", sagt Herbert Münder, Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog. "Es ist eine lebendige Ausstellung, in der die Besucher alles auch selbst ausprobieren können." Die Stadt Trier profitiert von forschungsbegeisterten Jugendlichen. Der Besuch der "MS Wissenschaft" in Trier freut auch Oberbürgermeister Klaus Jensen: "Die Modelle bieten einen tollen Anreiz, sich für aktuelle Forschung zu interessieren.Wenn sich Jugendliche aus der Region dadurch angeregt fühlten, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen, sei das "für den Wissenschaftsstandort Trier ein Riesengewinn".

Vor allem die jungen Besucher des Zukunftsschiffs sind begeistert von den Ausstellungsstücken, die aus dem Besitz renommierter Forschungsinstitute und Unternehmen stammen. "Ich finde den Roboter toll, der von selbst aufräumt", schwärmt die Schülerin Theresa Jakobs. Ihrer Klassenkameradin Nele hat es vor allem der Dinosaurier Birte angetan: "Ich kann ihn per Computer bewegen und sogar füttern."Und wen bei so viel neuester Technik das Forschungsfieber packt, der kann gleich am "Visionator" testen, welcher Forschertyp in ihm steckt. Die "MS Wissenschaft" ist heute von 10 bis 19 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Morgen, Sonntag, 28. Juni, geht die "MS Wissenschaft" in Bernkastel-Kues vor Anker.

Infos zum Wissenschaftsjahr und zur Route des Zukunftsschiffes gibt es im Internet unter www.ms-wissenschaft.de.