Foto-Raritäten vom Flohmarkt

Foto-Raritäten vom Flohmarkt

Ein Traben-Trarbacher Verein hat dem Trierer Stadtarchiv ein Fotoalbum mit historischen Aufnahmen geschenkt. Christof Krieger vom Förderverein Mittelmosel-Museum übergab das Buch jetzt an Stadtarchivar Bernhard Simon.

Trier. Ein Zeppelin vor der Trierer Stadtkulisse oder ein Aufmarsch der Kriegsveteranenvereinigung "Stahlhelm" in Anwesenheit des Sohns des damaligen Kronprinzen vor dem Kurfürstlichen Palais: Ein vom Traben-Trarbacher Museumsleiter Christof Krieger an Stadtarchivar Bernhard Simon überreichtes Fotoalbum zeigt historische Perspektiven der Stadt.
"Darunter sind viele Trierer Motive, die ich selbst noch nicht gesehen habe", war Simon überrascht. Das Privatalbum, das wahrscheinlich von einem Werkmeister eines Trierer Tiefbauunternehmens stammt, umfasst rund 100 Fotos, darunter etwa ein Drittel Familienbilder aus den Jahren 1930 bis 1932.
Der versierte Hobbyfotograf hat vor allem Bauprojekte aus dem näheren und weiteren Umfeld von Trier festgehalten.
So finden sich neben dem Zeppelin (Foto: Stadt Trier) und dem Aufmarsch etwa eine umfassende Bilderserie zum Bau der Mittelmoselstraße bei Ensch (Landkreis Trier-Saarburg) mit seltenen Aufnahmen der hierzu angelegten Feldbahn wie auch Fotos von Ausbesserungsarbeiten an der Longuicher Brücke von 1932 durch einen Taucher mit klobigem Glockenhelm. Ein bislang einmaliges Bild dürfte der Salmfang im Ruwertal sein.
Bereits im Dezember 2010 hatte Krieger, auch Vorsitzender des Fördervereins Mittelmosel-Museum, das Fotoalbum auf einem Flohmarkt in Kröv entdeckt und mit Vereinsmitteln erworben. "Auch wenn die Mittelmoselregion und insbesondere Traben-Trarbach von den Motiven des Albums nicht berührt werden, war mir sofort klar, dass es sich dabei um einen ganz besonderen Schatz handelt", sagt Krieger. Nachdem das Fotoalbum zwei Jahre gesichert, aber nicht weiter ausgewertet wurde, entschloss sich der Verein, es an das Stadtarchiv zu übergeben. "Es ist als Ergänzung zu unserer Fotosammlung bestens geeignet", freute sich Simon. Eines der Motive finde sicherlich in den nächsten Jahren zum Beispiel im Rahmen einer Ausstellung Verwendung. red

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