Franzenheim und Hockweiler bekommen neue Löschwagen

Franzenheim und Hockweiler bekommen neue Löschwagen

Größere Unterkünfte für die freiwilligen Feuerwehren in Franzenheim und Hockweiler sind schon beschlossene Sache. Bald dürfen sich die Wehren auch über neue Fahrzeuge freuen. Die Verbandsgemeinde Trier-Land wird beim Land die Zuschüsse für zwei Löschwagen beantragen.

Franzenheim/Hockweiler. Gute Nachrichten für die freiwilligen Feuerwehren in Franzenheim und Hockweiler: Der Verbandsgemeinderat Trier-Land hat beschlossen, beim Land Zuschüsse für zwei neue Feuerwehrfahrzeuge für die beiden Ortsgemeinden zu beantragen. Beide Wehren sollen je ein Kleinlöschfahrzeug (KLF) erhalten.
Ein Ersatz für die veralteten Tragkraftspritzenfahrzeuge in Hockweiler und Franzenheim war schon seit 2009/2010 vorgesehen. Die Anschaffung wurde jedoch zurückgestellt, da sich schon damals notwendige bauliche Veränderungen an den Feuerwehrgerätehäusern abzeichneten. Die "Unterbringung" neuer Löschwagen sei nicht gesichert gewesen, erläuterte VG-Bürgermeister Wolfgang Reiland (CDU) dem Rat. Diese Voraussetzungen seien nun geschaffen. 2014 soll in Franzenheim eine neue Unterkunft gebaut werden, gleichzeitig wird dort das Gemeindehaus erweitert. In Hockweiler soll schon 2013 Baubeginn sein.
Anschaffung dauert fünf Jahre


Parallel zur Vorbereitung der Bauprojekte bringt die Verbandsgemeinde jetzt auch die Anträge für die neuen Fahrzeuge auf den Weg. Bis zur Bewilligung der Landeszuschüsse dauere es "erfahrungsgemäß fünf bis sieben Jahre", sagte Reiland. Die Kosten liegen pro Auto bei etwa 70 000 Euro, 24 000 Euro davon steuert jeweils das Land bei.
Neben der Anschaffung der neuen Löschwagen hat der VG-Rat auch eine Entscheidung zum Feuerwehrbedarfsplan getroffen. Mit Hilfe dieses Konzepts sollen Ausbildung, Ausrüstung und personelle Ausstattung der Wehren langfristig verbessert und gesichert werden. Der Rat hat nun beschlossen, den Bedarfsplan vorerst nicht wie geplant fortzuschreiben.
Hintergrund sind laufende Gespräche auf Landesebene unter dem Titel "Zukunftsfähige Feuerwehren in Rheinland-Pfalz". Diskutiert wird etwa darüber, die Ausrückebereiche der Wehren neu zu definieren. Thema sind außerdem Änderungen bei der Ausstattung und eine Verlängerung der Einsatzgrundzeit - sprich der Zeit zwischen Alarmierung und Eintreffen am Einsatzort - von acht auf zehn Minuten. Laut VG-Chef Reiland sind Änderungen "vermutlich nicht vor 2014 zu erwarten". Eine Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans für die VG Trier-Land sei daher erst "sinnvoll, wenn die Voraussetzungen klar sind". Dem stimmte CDU-Fraktionschef Alexander Bohr zu: "Wir sollten den Plan erst in zwei Jahren fortführen, wenn die Eckpunkte dazu vorliegen." Ratsmitglied Medard Roth (Freie Wähler Trier-Land) gab zu bedenken, dass "notwendige Beschaffungen nicht ausgesetzt werden" dürften. Der Rat beschloss, dass die geplanten Anschaffungen für die Wehren im VG-Gebiet "soweit möglich" und "unter Berücksichtigung künftiger Änderungen" erfolgen sollen. cweb
Extra

Die Verbandsgemeinde Trier-Land wird die Gesellschaftsanteile des Landkreises Trier-Saarburg in Höhe von 500 Euro am Stammkapital der regionalen Tourismusagentur Eifeltouristik GmbH übernehmen. Das hat der VG-Rat mit großer Mehrheit beschlossen. Hintergrund ist, dass der Kreis bis 2015 aus der Tourismusförderung aussteigt. Die Finanzierungsanteile für die VG Trier-Land, die der Kreis bisher zu 65 Prozent getragen hat, sind somit künftig von der VG allein aufzubringen. Bisher hat die VG jährlich etwa 5000 Euro gezahlt, künftig geht sie von etwa 10 000 bis 15 000 Euro aus. Laut VG-Bürgermeister Wolfgang Reiland kann die Verbandsgemeinde auf die Arbeit einer "touristischen Dachorganisation" nicht verzichten. Viele Projekte seien ohne die Agentur nicht "finanzier- und förderbar" gewesen. Daher müsse die VG "zähneknirschend" die Kreisanteile übernehmen. Matthias Darleiden, Ortsbürgermeister in Trierweiler, unterstrich die "hervorragende" Leistung der Agentur insbesondere für die Urlaubsregionen an Kyll und Sauer. cweb