Frau stirbt bei Unfall in der Luxemburger Straße in Trier (Update)

Kostenpflichtiger Inhalt: Polizei : Erste Erkenntnisse nach tödlichem Zusammenstoß in Trier-Euren (Update)

Die Kreuzung in der Luxemburger Straße ist zwar viel befahren, aber bisher kein Unfallschwerpunkt. Um erste konkrete Hinweise zur möglichen Unfallursache ergänzen zu können, sucht die Polizei weitere Zeugen.

Eine Tote, zwei Schwerverletzte, ein Trümmerfeld auf der Fahrbahn: Der dramatische Unfall vom Dienstagabend auf der B 49 in Trier-Euren hat die Menschen in Stadt und Umland erschüttert und viele Fragen aufgeworfen.

Was ist passiert? Nach ersten Ermittlungen der Polizeiinspektion Trier ist eine 54-jährige Autofahrerin aus Trier gegen 22.15 Uhr aus der Diedenhofener Straße auf die Luxemburger Straße in Richtung Konrad-Adenauer-Brücke/Stadtzentrum aufgefahren. In diesem Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß mit dem Wagen eines 36-Jährigen aus Trier, der auf der Luxemburger Straße ebenfalls in Richtung Stadtzentrum fuhr. Der Aufprall muss derart heftig gewesen sein, dass das Auto der Fahrerin ins Schleudern geriet und sich überschlug. Der Wagen blieb auf der Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Luxemburg auf dem Dach liegen. Das Auto des 36-Jährigen kam erst nach etwa 80 Metern zum Stillstand. Helfer leisteten Erste Hilfe bis zum Eintreffen der Berufsfeuerwehr, die die Insassen aus den Fahrzeugen befreite.

Auto überschlägt sich - Frau stirbt bei Unfall in Trier

Wie sind die Unfallfolgen? Die 58-jährige Beifahrerin der 54-Jährigen starb noch vor Ort. Die Fahrerin des Wagens wurde schwerstverletzt nach der Erstversorgung durch einen Notarzt vor Ort in ein Trierer Krankenhaus gebracht. Der 36-jährige Fahrer des zweiten Unfallfahrzeugs wurde ebenfalls mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zum Gesundheitszustand der beiden Verletzten gab es am Mittwoch nichts Neues.

Wie ist die Vorfahrtsregelung? An der Kreuzung stehen zwar Ampeln. Diese regeln jedoch nur das Linksabbiegen (aus der Diedenhofener Straße in Richtung Luxemburg und aus der Luxemburger Straße in die Diedenhofener Straße). Wer in Richtung Stadtzentrum auffahren will, hat keine Ampel vor sich, sondern ein Schild „Vorfahrt achten“ (siehe Grafik). Das heißt: Wer bei grüner Ampel aus Richtung Luxemburg geradeaus in Richtung Konrad-Adenauer-Brücke fährt, hat grundsätzlich Vorfahrt vor dem einmündenden Verkehr aus der Diedenhofener Straße. Allerdings müssen sich natürlich alle Verkehrsteilnehmer an das gültige Tempolimit halten, das in diesem Fall bei 70 km/h liegt.

Welche Erkenntnisse gibt es zur Unfallursache? Die Polizei veröffentlicht dazu bisher nur den allgemeinen Hergang wie oben beschrieben. Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Trier einen Gutachter beauftragt. An der Unfallstelle führen zwei Fahrspuren in Richtung Stadtzentrum. Nach TV-Informationen soll es erste Hinweise geben, dass die 54-Jährige sich beim Auffahren nicht wie üblich und vorgeschrieben auf die rechte Fahrspur einordnete, sondern gleich auf die linke Fahrspur durchfuhr. Dadurch könnte es zum Zusammenstoß mit dem womöglich auf der linken Spur fahrenden Wagen des 36-Jährigen gekommen sein. Noch ist allerdings unklar, ob der Hergang tatsächlich so war.

Wie gefährlich ist die Unfallstelle? Vor allem zu Stoßzeiten herrscht an der Hauptzufahrt zum Gewerbegebiet viel Verkehr. Aber: „Die Einmündung Luxemburger Straße/Diedenhofener Straße ist aus polizeilicher Sicht unauffällig, was Verkehrsunfälle angeht“, sagt Polizei-Pressesprecher Karl-Peter Jochem auf TV-Anfrage. „Eine Unfallhäufungsstelle besteht dort nicht. Insofern gestaltet sich auch das Einfahren von der Diedenhofener Straße in die Luxemburger Straße in Richtung Konrad-Adenauer-Brücke aus unserer Sicht als unproblematisch. Die Luxemburger Straße ist weithin einsehbar. Insbesondere zur Nachtzeit sind die Scheinwerfer herannahender Fahrzeuge deutlich erkennbar.“

Welche Zeugen gibt es? An der Bushaltestelle befanden sich laut Polizei etliche Menschen, die wichtige Zeugen sein könnten. Sie werden gebeten, sich bei der Polizei unter Telefon 0651/9779-3200 zu melden.

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