Frauengemeinschaft immer am Ball
Leiwen · Ohne die Frauengemeinschaft und ihre 13 Förderinnen, die im Hintergrund dörflicher Veranstaltungen wie gute Geister wirken, wäre das Dorfleben um einiges ärmer. Sie organisieren und unterstützen überall, wo sie gebraucht werden.
Leiwen. Die guten Geister von Leiwen, das sind 13 Frauen der Frauengemeinschaft, die aus dem 1903 gegründeten "Katholischen Deutschen Frauenbund" beziehungsweise dem Zusammenschluss aller katholischen Frauenvereine im "Katholischen Frauen- und Mütterverein" im Jahre 1928 hervorgegangen sind. Die "Frauen- und Müttergemeinschaft", wie sie damals hieß, wurde in Leiwen auf Veranlassung des Pfarrers Ernst Laub 1965 gegründet.
In diesem Jahr nun feiert die Katholische Frauengemeinschaft St. Stephanus ihr 50-jähriges Jubiläum. Die 13 Frauen aus der Frauengemeinschaft nennen sich selbst "Förderinnen". Sie sind zwischen 55 und 80 Jahren alt und verrichten ihre Arbeit im Backstage-Bereich des sozialen Geschehens des Ortes. Bei Dorffesten sind sie in die Organisation und Vorbereitung eingebunden. Sie sorgen für eine gemütliche Atmosphäre bei Seniorennachmittagen oder zum traditionellen Mütterkaffee mit Theaterstück. Die heutige Theatergruppe, in der ursprünglich nur Frauen spielten, ging aus der Frauengemeinschaft hervor.
Mit einem Missionskaffee wurde Geld gesammelt, welches über die Weißen Schwestern in Trier an eine Mission in Afrika weiter geleitet wurde. Feiern mit den Senioren werden organisiert. "Zu den Kranken, die nicht teilnehmen können, wird Kuchen gebracht, denn diese sollen nicht vergessen werden", sagt Edith Beerweiler. Karin Forster erzählt: "Meine Mutter, Hedwig Stoffel, ein Gründungsmitglied, hat 1983 das Ewige Licht in München abgeholt und nach Leiwen gebracht, und die Frauengemeinschaft hat es der Kirche gespendet."
Zu den freiwilligen Aufgaben gehört das Überbringen von Glückwünschen an Mitbürger ab dem 80. Geburtstag, zu goldenen Hochzeiten, die Organisation von Wallfahrten, Mehrtagesfahrten oder am 25. August eine Fahrt zur Landesgartenschau nach Landau. Im Pfarrhaus wurden Lichtbildervorträge über die Arbeit der "Weißen Schwestern" in Afrika gehalten, und sie führten Bücher- und Verkaufsausstellungen des Borromäus-Vereins durch. Der soziale Einsatz der Frauengemeinschaft war und ist bewundernswert groß. Doch nicht nur die Förderinnen sind für ihr Engagement zu loben, sondern Lob und Dank gilt allen Helferinnen und Helfern. Sie sind eine bescheidene Gemeinschaft, in der sich die Hervorhebung Einzelner verbietet. Zum 50. Jubiläum werden am 1. August zum Pfarrfest langjährige Mitglieder geehrt.