Frauenhäuser bieten Hilfe bei Gewalt in Familien

Frauenhäuser bieten Hilfe bei Gewalt in Familien

In Rheinland-Pfalz gibt es 17 Frauenhäuser. Vor 20 Jahren haben sie gemeinsam die Konferenz der Frauenhäuser gegründet. Ihr Jubiläum nimmt die Konferenz zum Anlass, auf den Finanzbedarf der Häuser aufmerksam zu machen.

Trier. Von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kindern einen sicheren Zufluchtsort anzubieten - das ist die Kernaufgabe von Frauenhäusern. Gewalt in engen sozialen Beziehungen ist jedoch nicht nur ein persönliches Problem. Sehr oft handelt es sich um Straftaten, die zu ahnden sind.
Um für diese Sichtweise einzutreten und Hilfsangebote weiterzuentwickeln, arbeiten alle Frauenhausteams zusammen und mischen sich auf Landes- und Bundesebene ein. "Vor 20 Jahren haben wir uns in Trier für die Gründung der Konferenz eingesetzt.
Unter anderem wurde die Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes in Rheinland-Pfalz von der Konferenz entscheidend mitbestimmt", erläutert Agnes Gräser, seit 22 Jahren Psychologin im Frauenhaus Trier. "Mit Polizei, Gerichten, Rechtsanwälten, vielen Behörden haben wir eine gute Zusammenarbeit aufgebaut. Die Kooperation mit Kindergärten, Schulen, sozialen Einrichtungen, Sportvereinen und anderen Organisationen ist für uns sehr wichtig", sagt Rita Woods, die seit vielen Jahren Kinder und Jugendliche aus dem Frauenhaus unterstützt.
2014 haben im Frauenhaus Trier 44 Frauen und 38 Jungen und Mädchen Schutz und Unterstützung gefunden. Sie alle haben Gewalt erlebt. Die Konferenz verfolgt das Ziel, dass jedes Frauenhaus Jungen und Mädchen auf ihr Alter, ihre Bedürfnisse und ihre Beeinträchtigungen abgestimmte Hilfen anbieten kann. "Die Kinder müssen wieder lernen, ihre Aufmerksamkeit auf eigene Bedürfnisse zu konzentrieren. Wenn ihre Fähigkeiten erkannt und gefördert werden und auch die Mütter unterstützt werden, gewinnen die Kinder neues Selbstvertrauen und können Vertrauen wieder aufbauen. Kinder und Jugendliche brauchen zudem Unterstützung bei der Neuorientierung in Kindergarten, Schule, Vereinen und Freizeiteinrichtungen, in nicht wenigen Fällen auch therapeutische Hilfe", berichtet Woods, die eine finanzielle Absicherung der Frauenhäuser fordert. red
Infos:
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