"Frei von akademischen Höhenflügen"

"Frei von akademischen Höhenflügen"

TRIER. Doppelter Anlass zum Feiern am Freitagnachmittag in der FH-Aula am Paulusplatz: Das Jubiläum "Zehn Jahre FH Trier" war garniert mit der Auszeichnung hervorragender Diplomarbeiten und der Jahrgangsbesten.

FH Trier - diese im Volksmund lange vorher übliche Bezeichnung hat erst seit 1996 ihre volle Berechtigung. Damals wurde aus der Abteilung Trier der 1971 gegründeten Fachhochschule Rheinland-Pfalz eine eigenständige Einrichtung. "Mit eigenem Profil, noch selbstbewusster, selbstbestimmter und erfolgreicher als zuvor", betonte Präsident Bert Hofmann in der Jubiläums-Feierstunde. Die vor zehn Jahren gegründete und um den Standort Umweltcampus Birkenfeld angereicherte FH Trier nannte er "die" rheinland-pfälzische Hochschule für angewandte Wissenschaften schlechthin. Hofmanns Wunsch für die Zukunft: "Viele noch engere Kooperationen mit der Wirtschaft und mehr strategische Partnerschaften." Hanns Rendenbach, Vorsitzender der Vereinigung Trierer Unternehmer, lobte die derzeit von mehr als 6000 Studierenden (2000 davon in Birkenfeld) besuchte FH Trier für ihre praxisgerechte Lehre, intensive Betreuung durch Professoren sowie für Absolventen, die sich "frei von akademischen Höhenflügen" schnell und wirkungsvoll in die wirtschaftliche Realität integrieren ließen. Dennoch müssten Lehrende und Wirtschaft weiter aufeinander zugehen. Professoren forderte Rendenbach auf: "Kommen sie raus aus dem gläsernen Kasten. Ran an die Front!" Auch kleine und mittelständische Unternehmen litten an Schwellenängsten und täten sich schwer mit den internationalen und auch international bezeichneten Abschlüssen Bachelor und Master. Der Branchen-Witz "Was, sie haben einen Bachelor? Hauptsache, sie stecken uns damit nicht an", entbehre mangels verbreiteter Kenntnis der neuen Studiengänge außerhalb der Hochschulen leider nicht so ganz eines ernsthaften Hintergrunds. Den erfolgreichen Absolventen der FH stehe freilich die (Berufs-) Welt offen - "auch in Eifel und Hunsrück und an der Mosel". Rund drei Dutzend besonders erfolgreiche Absolventen wurden in der vom FH-Bläserensemble musikalisch umrahmten Feier geehrt. Die höchsten Auszeichnungen: Jinying Zhoa (Studiengang Maschinenbau) erhielt den Preis des Akademischen Auslandsamts, dotiert mit 1000 Euro. Wiso-Preise (500 Euro) gingen an Oliver Gronz (Informatik) und Ramin Oberdörfer (Maschinenbau).

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