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Freie Fahrt bei Ehrang: Autofahrer können aufatmen

Freie Fahrt bei Ehrang: Autofahrer können aufatmen

Entwarnung am Verkehrsknotenpunkt Ehrang: Ab heute, Freitag, sollen die Anschlussstellen zur A 64 und zur B 52 für den Verkehr freigegeben werden. Kernstück der seit Juni dauernden Arbeiten ist eine Einfädelungsspur aus Richtung Trierer Hafen und eine Beschleunigungsspur vor der Ehranger Brücke in Richtung A 602.

Trier. Auf diese Nachricht haben viele Kraftfahrer sehnsüchtig gewartet: Die Bauarbeiten im Bereich Ehranger Hafen/Eisenbahnbrücke sind abgeschlossen. Ab dem heutigen Freitag könne der Verkehr wieder normal rollen, sagt Walter Druckenmüller, Chef der Autobahnmeisterei Schweich.
Gefahrloser auffahren


Kernstück des rund 1,1 Millionen Euro teuren Ausbaus war der Bau einer zusätzlichen Spur, die aus Richtung Hafen bis vor die Ehranger Moselbrücke führt. Die Kraftfahrer, die von der B 53 kommen, können künftig ohne Ampel rechts auf eine Einfädelungsspur wechseln. Dann fahren sie über eine neu ausgebaute Rampe hoch auf die Brücke und reihen sich auf einer autobahnähnlichen Beschleunigungsspur in den aus Richtung A 64 kommenden Verkehr ein, bevor sie in Richtung Hochwald oder A 602 weiterfahren. Das Auffahren funktioniert mit der fünften Spur jetzt viel gefahrloser. Bisher endete die Schleifenfahrt zur Brücke quasi als vierte Spur, auf die auch die Kraftfahrer wechseln mussten, die von der A 64 kommend zur A 602 wollten.
Das Chaos dürfte also an dieser Stelle behoben sein, jedoch darf man gespannt sein, wie die neuen, computergesteuerten und mit Kameras bestückten Ampeln am Knotenpunkt Ehrang funktionieren werden. Laut Walter Druckenmüller sind die Ampeln auf die gemessenen Verkehrsstärken eingestellt worden. Im Berufsverkehr, insbesondere abends aus Richtung Luxemburg, sollen die Grünphasen verlängert werden. Es werde allerdings noch einige Wochen dauern, meint Druckenmüller, bis das komplexe System einjustiert sei. Neben den Ampeln an den beiden Brücken-Knotenpunkten der B 53 soll künftig auch die nach Ehrang führende Servaisstraße in die Schalt-Taktung eingebunden werden.
Dass am Dienstag und Mittwoch am Knotenpunkt Ehrang fast nichts mehr ging und sich lange Staus bildeten - das hatten auch einige empörte Leser dem TV gemeldet - hat laut Druckenmüller an einer defekten Baustellenampel gelegen. Das Bauprojekt sei aber dennoch insgesamt sehr gut gelaufen.Extra

B 52: Um den Berufsverkehr zu entlasten, wird die Steigungsstrecke von der Ehranger Eisenbahnbrücke bis zum Rastplatz Dicke Buche von drei auf vier Spuren erweitert. Erreicht wird dies, ohne die Straße zu verbreitern; die Fahrbahnen werden schmäler. Eine Betonwand trennt künftig die Verkehre in Richtung Luxemburg und Mosel. Diese Barriere soll bis Weihnachten eingebaut werden. Zeitgleich soll die jetzt noch gesperrte zweite Spur Richtung Mosel freigegeben werden. Eine Besonderheit ist, dass die Bodenmarkierungen an dem "neuen" B 52-Teilstück nicht weiß, sondern gelb sind. Das bedeutet, die Markierung selbst gehört zur Straße und darf im Gegensatz zum weißen Seitenstrich überfahren werden. A 64: Der vierspurige Ausbau der A 64 zwischen Biewertalbrücke und Rastplatz Dicke Buche soll noch 2011 abgeschlossen werden. Die vierte Spur in Richtung Moseltal ist asphaltiert worden; zurzeit werden die Leitplanken installiert. alf