Freie Fahrt zum Jahreswechsel

Schweich-Issel · Die vom Baustellenstress geplagten Bewohner des Schweicher Stadtteils Issel sehen dem Jahreswechsel 2010/2011 weitaus entspannter entgegen als noch zwölf Monate zuvor. Im November 2009 hatten die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Issel begonnen. Nun gehen sie dem Ende entgegen.

 Bald wieder offen: Die Issler Ortsdurchfahrt, wie sie sich zurzeit noch aus Richtung Schweich präsentiert. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Bald wieder offen: Die Issler Ortsdurchfahrt, wie sie sich zurzeit noch aus Richtung Schweich präsentiert. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Schweich-Issel. Gelbe Bagger, Durchfahrt-Gesperrt-Schilder, brauner Schlamm, spitzer Schotter und Anwohner, die storchenbeinig versuchen, zu ihrer Haustür zu gelangen: Seit Monaten gehört diese Szenerie zu Issel wie das Kapellchen oder die Karnevalisten vom Culturverein. Doch ein Jahr nach dem Baubeginn am Isseler Brunnen gehören Baustellenszenen in Issel zum Auslaufprogramm. Die Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen Elenz und Franz Lehnen hat sich bis zum Kapellchen am Ortsausgang nach Schweich, Einmündung Im Kirchgarten, vorgearbeitet. Zurzeit werden dort die letzten Oberflächenentwässerungsrohre verlegt. Die in Stapeln bereitgelegten blauen Kunststoffröhren gehörten schon zum "typischen Isseler Ortsbild" - aber auch dies ist bald Vergangenheit.

Fuß- und Radweg zum neuen Einkaufszentrum geplant



Rund 640 Meter weit, vom Isseler Pappelweg bis hinter das Kapellchen, zogen sich die Arbeiten durch den Ort. "Nun haben wir die Endphase erreicht. In diesem letzten Bauabschnitt gibt es noch drei neue Wasserhausanschlüsse und den Rest der Oberflächenentwässerung - das geht schnell. Danach folgt nur noch Straßenbau", sagt Ortsvorsteher Kurt Heinz, der wie fast an jedem Tag in den vergangenen zwölf Monaten die Baustelle inspiziert. Wenn das Wetter mitspiele, könne bis Dezember auch auf diesem letzten Bauabschnitt die untere Asphaltschicht aufgetragen werden.

Heinz: "Klappt es damit noch nicht, werden die letzten 200 Meter zunächst geschottert. Auf jeden Fall haben wir über Weihnachten und Neujahr wieder eine durchgängige Ortsdurchfahrt."

Besonders weist Heinz auf den abschließenden Bau eines Fuß- und Fahrradweges von Issel über die B-53-Überführung bis zur Einmündung Ermesgraben hin, über den die Isseler das neue Einkaufszentrum dort leichter per Rad oder zu Fuß erreichen können. Der ursprüngliche Zeitplan wird also eingehalten.

Am 24. November 2009 berichtete der TV über den kurz bevorstehenden Beginn der Arbeiten. Darin hieß es: "Die in drei Bauphasen gegliederte, grundlegende Neugestaltung der Straße soll sich bis zum Dezember 2010 hinziehen."

Heute ist der erste Bauabschnitt zwischen Pappelweg und Isseler Hof bis auf die obere Asphaltschicht fertiggestellt. Die Fahrbahn wurde dort tempomindernd zurückgebaut (verengt) und gleicht nicht mehr der durchgängig geraden "Rennpiste" von einst. Schon von Schülerbussen genutzt wird am Platz vor dem Brunnen die neue Buswendeplatte. Auf dem zweiten Bauabschnitt zwischen Isseler Hof und In der Olk sind Gehwege und Straßenbeleuchtung fertig - die untere Asphaltschicht der Fahrbahn folgt in Kürze. ExtraNicht ohne Spannungen zwischen Anwohnern und Baufirmen verlief der erste Bauabschnitt zwischen Pappelweg und Isseler Hof. Grund war der scheinbar langsame Fortschritt der Tiefbauarbeiten, die für die Anrainer vor dem Bauloch eine "gefühlte Ewigkeit" dauerten. Das langsame Vorankommen wurde durch ein Gewirr von Leitungen und Kabeln verursacht, das die Bauleute unerwartet im Untergrund vorfanden. Mehrfach kamen wütende Anwohner auch im TV zu Wort. Den Höhepunkt bildete Ende Juni ein vom TV organisiertes Treffen von Bewohnern, Verwaltung und Firmen auf der Baustelle. Rund 100 Isseler machten dabei ihrem Unmut unter glühender Sonne Luft. Wesentlich ruhiger ging es danach auf den nächsten zwei Bauabschnitten zu. (f.k.)

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