Freie Wähler Trier im Interview: „Wir machen eine Bestandsaufnahme“

Kommunalwahl : Freie Wähler Trier im Interview: „Wir machen eine Bestandsaufnahme“

Die Wahlplakate hängen, doch was wollen sie uns sagen? In der Serie „Wie meinen Sie das?“ hakt der TV bei den Spitzenkandidaten für den Trierer Stadtrat nach. Heute: Ingrid Moritz von den Freien Wählern.

Frau Moritz, die Freien Wähler Trier haben keine Plakate mit Slogans oder konkreten Wahlversprechen für Trier in der Stadt aufgehängt, sondern nur mit Ihrem Konterfei. Wie ist das gemeint?

Ingrid Moritz: „Ich halte nichts von Slogans, die man beim Vorbeifahren aus dem Auto ja ohnehin nicht lesen kann. Unser Ziel war es daher, mit den Plakaten primär darauf aufmerksam zu machen, dass wir erstmals antreten, dass es uns jetzt gibt, dass wir in den Stadtrat wollen.“

Aber wie sollen die Wähler dann wissen, wofür Sie stehen?

Moritz: „Die Freien Wähler sind bundesweit bekannt dafür, dass es ihnen um ideologiefreie, pragmatische Lösungen für anstehende Probleme geht. Wir sind nicht in alten Strukturen gefangen, unser Wahlprogramm ist bürgernah, dynamisch und nicht starr. Unsere Ziele sind auf den Flyern nachzulesen, die wir in Trier verteilen.

Eins der Themen, die uns auf den Seele brennen: Die Treppenauf- und abgänge am Moselufer sind so verfallen, dass sie kaum noch zu begehen sind, das ganze Ufer ist verschmutzt. Kürzlich hat die Stadt dort zwar Abfalleimer aufgehängt, aber deren Schlitz ist so klein, dass gerade mal ein Brief durchpassen würde – aber keinesfalls das Volumen an Müll, das am Moselufer anfällt.

Und wie wollen Sie Ihre Ziele im Stadtrat erreichen?

Moritz: „Wenn wir im Stadtrat sind, werden wir erstmal eine umfangreiche Bestandsaufnahme zum Sachstand aller relevanten Themen in Trier machen, um dann eine Strategie zu entwickeln, wie wir diese angehen. Schließlich waren wir im Stadtrat und auch in den Ausschüssen bislang nicht vertreten, uns fehlen Informationen. Auch, weil viele Themen nicht-öffentlich behandelt werden. Da wir den Bürgern keine leeren Versprechungen machen wollen, müssen wir uns daher erstmal informieren. Danach werden wir die Probleme angehen und bürgernahe Lösungen anbieten.“

Ingrid Moritz (Freie Wähler). Foto: FWG

Interview: Christiane Wolff

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