Freiwillige Feuerwehrleute dürfen wieder kostenlos ins Freibad

Trier · Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Trier dürfen künftig die Freibäder der Stadt wieder kostenfrei nutzen. Das hat der Stadtrat beschlossen.

Trier. Bis zum 2. Februar 2011 konnten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Trier die Freibäder der Stadt kostenfrei nutzen. Bei der damals vollzogenen Änderung der Tarifstruktur fielen sie aber - anders als Berufsfeuerwehr und Jugendfeuerwehren - unter den Tisch (der TV berichtete) und mussten wieder Eintritt zahlen. Schon Mitte 2011 wollte die FWG das wieder ändern, blitzte im Stadtrat aber ab.
Am Dienstag hatte die Verwaltung das Thema wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Feuerwehrleute seien bei Einsätzen extremen Belastungen und Gefahren ausgesetzt, hieß es in der Begründung des Antrags. "Damit diesen Belastungen standgehalten werden kann, müssen sie sich ganzjährig in unterschiedlichster Art und Weise sportlich betätigen und fit halten. Hierzu gehört auch ein regelmäßiges Schwimmtrainingsprogramm."
Wie Mitte vergangenen Jahres betonten alle Stadtratsfraktionen, wie wichtig ihnen das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehren sei. Und wie im vergangenen Jahr gab es auch kritische Anmerkungen. So forderte Bernd Michels (CDU), nach diesem Beschluss auch andere Ehrenamtliche nicht zu vergessen, die Arbeit für die Stadt leisteten. Diese müssten ebenso gefördert werden, auch wenn es die Haushaltslage nicht erlaube, weitere freiwillige Leistungen zu genehmigen. In die gleiche Kerbe hieb Katrin Werner (Linke): Es sei Zeit, endlich eine Ehrenamtskarte einzuführen.
"Ehrenamt insgesamt fördern"


Richard Leuckefeld (Grüne) nannte die Beschlussvorlage "heikel". Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass man mit einem Ehrenamt Anspruch auf Entgelt (in Form des freien Eintritts) bekomme, schließlich gebe es auch viele andere Ehrenamtler. Außerdem merkte er schmunzelnd an: "Es gab in Trier immer zwei Institutionen, gegen die man nichts sagen durfte. Die Katholische Kirche und die Freiwillige Feuerwehr. Bei der Kirche hat sich das geändert."
Margret Pfeiffer-Erdel von der FWG betonte: "Hätten die anderen Fraktionen im Juni 2011 auf uns gehört, hätten wir der Verwaltung viel Arbeit ersparen können."
Und Felix Brand sagte für die FDP: "Wir begrüßen den Antrag, schließlich ist das in anderen Städten selbstverständlich." Der Beschluss fiel bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen. mic

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