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Freiwilliges soziales Jahr: Erfahrung fürs Leben

Freiwilliges soziales Jahr: Erfahrung fürs Leben

Viele junge Menschen sind unsicher, welches Berufsfeld das richtige für sie ist. Ein Freiwilliges Soziales Jahr kann Orientierung bieten. 250 junge Erwachsene, die sich für ein FSJ beim Bistum Trier entschieden haben, feiern den Beginn mit einem Gottesdienst am heutigen Montag, 2. August, um 10.30 Uhr.

Trier. Mehr als 30 000 junge Menschen entscheiden sich jedes Jahr dafür, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. Aber was ist das überhaupt genau? "Ein FSJ ist jedenfalls mehr als nur irgendeine Arbeitsbeschäftigung", sagt Sozialpädagogin Kerstin Hammer, die bei den Sozialen Lerndiensten des Bistums für das FSJ zuständig ist. "Ein FSJ ermöglicht jungen Menschen Entwicklungs- und Bildungschancen. Sie bereichern ihre eigenen Lebensperspektiven und ihre Persönlichkeit. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag für die Gesellschaft."

Neben der Praxis zählt auch die Theorie



Formal betrachtet, ist das FSJ ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst, der sich aus zwei Säulen zusammensetzt: "Die erste Säule ist die Praxis. Hier geht es ums soziale Engagement: Die Freiwilligen arbeiten Vollzeit in einer sozialen Einrichtung. Die zweite Säule ist die Theorie: Etwa alle zwei Monate findet eine Seminarwoche statt. Dort lernen die Freiwilligen, mit ihren Erfahrungen umzugehen und ihre Arbeit zu reflektieren", erklärt Hammer.

Ein FSJ dauert mindestens sechs und maximal 18, in seltenen Ausnahmen auch einmal 24 Monate. Für ihre Arbeit erhalten die Freiwilligen ein Taschengeld. Beim Bistum Trier starten im Jahr 2010 etwa 250 junge Menschen in ihr FSJ.

Einsatzgebiete sind zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Schulen aller Art, Seniorenwohnheime oder kulturelle Einrichtungen.

"Für uns, das Bistum als katholischer FSJ-Träger, ist insbesondere die qualifizierte Begleitung der Freiwilligen wichtig. Durch Fachpersonal soll erreicht werden, dass die jungen Leute ihre Erfahrungen während der Arbeit in ihr eigenes Leben voll integrieren können. Das Fachpersonal soll dabei helfen, die persönliche Entwicklung der Freiwilligen voranzutreiben. Das ist für uns ein ganz zentrales Merkmal", sagt Hammer.

Natürlich kämen die Freiwilligen auch oft mit den christlichen Wertvorstellungen der Mitarbeiter in den Einrichtungen in Kontakt. Auch das sei nicht selten eine Lebensbereicherung, sagt die Sozialpädagogin. "Wir machen mit dem FSJ sehr gute Erfahrungen. Es gibt einige, die nach der regulären FSJ-Zeit ihre Arbeit verlängern oder ehrenamtlich fortsetzen. Andere studieren und kommen dann für ein Praktikum im Bistum wieder. Das zeigt uns die Wichtigkeit und Nachhaltigkeit, die ein FSJ den jungen Menschen mit auf ihren Lebensweg gibt." EXTRA Infos und Kontakt: Infos zum FSJ beim Bistum gibt's unter www.soziale-lerndienste.de, E-Mail info@soziale-lerndienste.de, Telefon 0651/993796302. Ausführlich informiert die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligendienste: www.freiwilliges-jahr.de. (kne)