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Fremdenfeindlicher Angriff in Trier: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen vier Beschuldigte

Trier.. Die Staatsanwaltschaft Trier hat Anklage gegen drei Heranwachsende im Alter zwischen 19 und 20 Jahren sowie einen Erwachsenen im Alter von 22 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung zum Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Trier erhoben. Die Vorwürfe haben es in sich.


Den Angeschuldigten wird zur Last gelegt, am 12. Februar in der Aachener Straße in Trier einen 35 Jahre alten rumänischen Staatsangehörigen, der in Trier lebt, aus fremdenfeindlichen Motiven angegriffen und verletzt zu haben.

Nach dem Ergebnis der von der Zentralen Kriminalinspektion Trier geführten Ermittlungen ging das Opfer gegen 19.20 Uhr auf dem Gehweg der Aachener Straße in Richtung Römerbrücke. Dort sei er den alkoholisierten Angeschuldigten begegnet, die den Rumänen offenbar aufgrund seines äußeren Erscheinungsbildes für einen Asylbewerber hielten.

So schildern die Ermittler die weiteren Ereignisse: Nachdem die Angeschuldigten das Tatopfer zunächst verbal attackiert hatten, schlug einer der Angeschuldigten dem Mann grundlos mit der Faust ins Gesicht, so dass dieser zu Boden ging, und bespuckte ihn, als er am Boden lag. Anschließend traten alle vier Angreifer auf den immer noch am Boden liegenden Geschädigten ein und ließen erst von ihm ab, als eine wegen des Vorfalls von Passanten herbeigerufene Polizeistreife am Tatort erschien.

Den Polizeibeamten gegenüber beschimpften laut Staatsanwaltschaft mehrere der Angeschuldigten das Opfer mit ausländerfeindlichen Parolen. Zwei der Angeschuldigten beleidigten auch mehrere der eingesetzten Polizeibeamten. Der Geschädigte erlitt durch die Schläge und Tritte Prellungen und Hämatome am ganzen Körper sowie einen Schock.Die Angeschuldigten, die alle bereits vorbestraft sind, befinden sich seit ihrer Festnahme nach der Tat in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Trier hat Termin zur Hauptverhandlung auf den 27. April gelegt.