Freude und Konzentration
"In Kindergärten und Schulen wird oft zu wenig oder nicht kindgerecht gesungen", sagt Seminarleiterin Thea Martin und will Abhilfe schaffen.
Aach. (QO) Singen macht Kindern nicht nur Spaß, es fördert auch Konzentration und Ausgeglichenheit. Es kommt dabei auf die richtige Tonhöhe an. Erzieherinnen sollen sich ganz in ihre kleinen Schützlinge hineinversetzen: Wenn sie mit Gesangs- und Atempädagogin Monica Sproß "Kleiner Tommy Tinker" oder "Auf der Mauer auf der Lauer" singen, geschieht dies in einer den kindlichen Stimmen angemessenen Tonlage und mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik dazu. Zum "1. Felix-Seminar für Erzieherinen" hat Thea Martin ins Haus Wehrborn geladen. Über die gute Resonanz freut sie sich: "Das zeigt, dass der Bedarf da ist." Als "Felix-Beraterin" betreut Thea Martin rheinland-pfälzische Kindergarten und verleiht ihnen nach erfolgreicher Gesangs-Schulung das "Felix"-Gütesiegel des Deutschen Chorverbands. Die Ziele: Tägliches kindgerechtes Singen im Kindergarten, vielfältige und altersgemäße Liedauswahl, auch aus anderen Kulturkreisen. Rhythmische Instrumente, Tanz- und Bewegungsspiele sollten einbezogen werden.Viele Familien kennen kaum noch Lieder
Aus der Erzieherinnen-Ausbildung und dem Schulunterricht sei das Singen weitgehend verschwunden, bedauert Thea Martin. "Auch viele Familien kennen kaum noch Lieder." Dabei fördere das Singen bei Kindern Lernfähigkeit und Sprachvermögen, verbessere die Körperhaltung und sorge für mehr Ausgeglichenheit.