Kolumne Viezjupp: Frieden stiften mit der Schwimmnudel 

Kolumne Viezjupp : Frieden stiften mit der Schwimmnudel 

Vor ein paar Tagen kam mein Viezbruder Karl-Josef verschreckt zu unserem Stammtisch. Atemlos erzählte er, dass er fast von einem Radfahrer über den Haufen gefahren worden sei.

In letzter Minute habe er sich in einen Hauseingang gedrückt, sonst hätte er statt auf der Kneipenbank im Wartegang des Brüderkrankenhauses Platz nehmen müssen. Ganz blass war er um die Nase und musste erst mal drei Porzen Viez runterspülen, bis er wieder etwas Farbe ins Gesicht bekam. Gleich ging es hoch her. Paul-Dieter und Karl-Heinz, die quasi nur noch mit dem Rad unterwegs sind, wurden fuchsteufelswild. Immer seien Radfahrer Schuld. Von den Autofahrern würden sie nicht als gleichwertige Verkehrsteilnehmer respektiert und als Verkehrshindernisse betrachtet. Fußgänger schimpften auf die Rad-Rowdies, obwohl die ja wirklich die absoluten Ausnahmen seien. Bevor das Gezänk eskalieren konnte, machte ich einen Vorschlag: Klemmt euch als Fußgänger eine Schwimmnudel ans Hinterteil. Die hält nicht nur lästige Radfahrer auf Abstand, sondern auch den ein oder anderen unangenehmen Zeitgenossen.

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