Frischer Wind in Ehrang

Die 30-jährige Vera Erasmy nimmt am heutigen Freitag ihre Arbeit als Quartiersmanagerin in Ehrang auf. Damit gibt es drei Quartiersmanagerinnen in Trier. Das Büro der Diplom-Pädagogin liegt zentral neben dem neuen Bürgerhaus in der Niederstraße 142.

Ehrang. In Trier-Nord arbeitet Maria Ohlig schon seit vielen Jahren segensreich als Quartiersmanagerin, in Trier-West ist es Birgit Pütz. Man habe "positive Erfahrungen mit dem Instrument Quartiersmanagement" gemacht, lautete kürzlich das trockene Lob für den verantwortungsvollen Job in einer städtischen Vorlage. Denn Quartiersmanager fördern soziale und planerische Entwicklungsprozesse, knüpfen Netzwerke, schaffen Voraussetzungen, dass im Stadtteil etwas in Bewegung gerät. Um so erfreulicher ist für Ortsvorsteher Günther Merzkirch, dass mit dem heutigen Tag auch Ehrang eine Quartiersmanagerin hat. Sie heißt Vera Erasmy und ist ein Trierer Mädchen. "Ich bin hier geboren, zur Schule und zur Uni gegangen", sagt die gebürtige Pallienerin.

Bis zum gestrigen Donnerstag machte sie ihren Job als Schulsozialarbeiterin bei der Medard-Schule. "Einfühlungsvermögen, auf Menschen zugehen, in schwierigen Situationen Ruhe bewahren" nennt sie ihre Stärken. Am heutigen Freitag heißt es Kisten auspacken, wenn Erasmy ihr Büro in der Niederstraße 142 einrichtet. Und ein erster Termin steht auch schon im Terminkalender: Begrüßung durch den Ortsvorsteher. Ob sie konkrete Ziele für den Stadtteil hat? Da bleibt Erasmy vorsichtig zurückhaltend. "Das Quartiersmanagement ist ja noch ganz neu in Ehrang. Ich werde mich erstmal vor Ort etablieren, Kontakte knüpfen und schauen, welche Ressourcen es gibt." Ein Unterfangen, das in Anbetracht ihres offenen Wesens durchaus erreichbar erscheint.

Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet



"Ehrang hat Entwicklungspotenzial", ist sich die Pädagogin sicher und formuliert vorsichtig konkretere Ziele: Jugend- oder Altenarbeit etwa, Öffentlichkeitsarbeit oder ein Stadtteilmagazin. Geplant ist, in ihrem Büro bestimmte Präsenzzeiten einzurichten.

Erreichbar ist Erasmy derzeit bis zur Einrichtung des Telefons im Internet unter erasmy@palais-ev.de. Finanziert wird die auf drei Jahre befristete Vollzeitstelle vom Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt", die Stadt beteiligt sich anteilig. Träger ist der Palais-Verein. Er hoffe, dass die Stelle länger als drei Jahre eingerichtet bleibe, meint Ortsvorsteher Merzkirch. Man müsse frühzeitig die weitere Finanzierung sicher stellen.

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