Frost frisst Straßen

Der Frost geht, der finanzielle Schrecken kommt: Bis zu 4,5 Millionen Euro müsste die Stadt aufbringen, um die Winterschäden an Triers Straße zu beheben. Geld - das die Stadt nicht hat und auch nicht von Mainz bekommen dürfte.

Trier. (rm.) Der Rekordwinter 2010/11 hat Rekordschäden verursacht. Hatte der Frost ein Jahr zuvor Schäden von gut zwei Millionen Euro an Trierer Straßen verursacht, so müsse man diesmal mit mindestens einer Verdopplung rechnen, sagte Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani in der Stadtratssitzung. Große Hoffnung auf Abhilfe konnte sie nicht machen: Das jährliche 1,5-Millionen-Euro-Budget zur Schadensbehebung müsste "jedes Jahr generell um mindestens zwei Millionen Euro erhöht und 2011 zusätzlich ein Sonderbudget von vier Millionen Euro bereitgestellt werden", so die Dezernentin, die eine Anfrage der CDU-Fraktion beantwortete. Vom Land fühlt sie sich nicht effektiv unterstützt: Mainz habe ein von den Kommunen gefordertes Sonderprogramm abgelehnt und verweise auf jährliche "allgemeine Straßenzuweisung" (die für Trier 2010 rund 810 000 Euro betrug).