Früher "Blutacker", jetzt sanftes Grün

Früher "Blutacker", jetzt sanftes Grün

Der Stadtteil Trier-Zewen hat lange darauf gewartet, jetzt wurde erstmals offiziell auf dem neuen Kunstrasenplatz gekickt. 690 000 Euro hat der neue Platz gekostet.

Trier-Zewen An der Mosel im Stadtteil Zewen herrscht große Freude: Der neue Kunstrasenplatz konnte nun mit einem zweitägigen Fußballfest eingeweiht werden. Den ersten offiziellen Anstoß, zu dem der Musikverein Zewen aufspielte, vollzogen Bundesfamilienministerin Katarina Barley und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (beide SPD).
Es gab an diesem schönen Festtag niemanden, der sich mehr freute als der Vorsitzende der Spielgemeinschaft Zewen, Igel, Langsur, Christian Becker. Als er 1993 die Führung des Vereins übernahm, war ihm klar, dass aus dem sogenannten "Blutacker" ein Kunstrasenplatz werden sollte. Diesen recht martialischen Beinamen erhielt der Platz, weil das Fußballspielen dort sehr schmerzhaft sein konnte. Doch Becker & Co. mussten sich zehn Jahre lang gedulden und viele Instanzen überwinden.
Erst im März 2016, als Ministerpräsidentin Dreyer dem Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe den Bewilligungsbescheid des Landes über 113 000 Euro überreichte, wuchs die Hoffnung immens. Schon wenige Monate später rollte der Bagger. Beckers Ziel: "Der Neubau wird ein Erfolg für den Sport, den Stadtteil, den Verein und wird künftig die nötigen Rahmenbedingungen für die sportliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen bieten."
Ab Januar 2017 wurde mit Hochdruck an der Vollendung der Bauarbeiten gearbeitet. Eine moderne Sportinfrastruktureinrichtung entstand, die sowohl für den Schulsport, den Trainings- und Wettkampfbetrieb und auch für die Entwicklung der SG von großer Bedeutung ist, erklärt Sportdezernent Andreas Ludwig.
Im Rahmen der Baumaßnahmen wurden neben dem Kunstrasenplatz auch das gesamte Umfeld und ein neues Vereinshaus realisiert. Der Verein steuerte mit 30 000 Euro aus der Vereinskasse und vielen Stunden an Eigenleistung zum Gelingen bei. Ministerpräsidentin Dreyer vor dem Anstoß: "Die Kinder und Jugendlichen haben hier die Möglichkeit, sich zu bewegen und ihre Talente und soziale Kompetenzen zu entdecken. Zewen hatte viel Geduld und hat viel gekämpft." Sie dankte der Stadt Trier, die für die Herstellung der Sportstätten den "größten finanziellen Brocken" übernommen habe. Auch Becker war voll des Dankes und des Lobes: "Mit allen beteiligten Stellen hatten wir eine innige Zusammenarbeit. Ohne die Mithilfe des Stadtrates, des Ortsbeirates, des Ortsvorstehers, des Stadtsportverbandes und weiterer Unterstützer wäre die Verwirklichung nicht möglich gewesen." Laut Stadt Trier wird der Kunstrasenplatz in Trier-Zewen vorläufig der letzte sein.

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