Führung: Recht und Gerechtigkeit

Führung: Recht und Gerechtigkeit

Ganz im Zeichen von Recht und Ordnung steht die Führung mit Christine Stolpe im Stadtmuseum Simeonstift am 18. Januar.

Trier. (red) Die Führung "Pranger, Schandmasken und Justitia - Darstellungen von Recht und Gerechtigkeit" mit Christine Stolpe wird am Sonntag, 18. Januar, 11.15 Uhr, im Stadtmuseum Simeonstift angeboten.

Die Ausübung des Rechts gehört zwar zu den grundsätzlichen Bestandteilen der Gesellschaften von der Antike bis heute, doch galt je nach Herrschaftsverhältnis ein anderes Rechtssystem. Im hochmittelalterlichen Trier versuchte das aufstrebende Bürgertum, die Unabhängigkeit vom Erzbischof und Kurfürsten in Rechtsfragen zu erlangen - denn wer die Macht hatte, sprach Recht.

Erst durch Napoleon wurde mit dem "Code civil" das erste bürgerliche Gesetzbuch eingeführt. Das Thema Recht und Gerechtigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und spiegelt sich in zahlreichen Kunstwerken wider.

Die Sammlung des Stadtmuseums beherbergt beispielsweise zwei Darstellungen des Jüngsten Gerichts aus dem 16. Jahrhundert, die sich auch als mahnende Anspielung auf die Stellung der irdischen Rechtssprechung in Bezug zur himmlischen Gerechtigkeit verstehen. Die Führung stellt ausgewählte Werke näher vor und erläutert Allegorien der Justitia und ihrer Symbolik. Der Eintritt kostet sechs Euro.