Für bessere Chancen und mehr Bildung

Für bessere Chancen und mehr Bildung

Mit einem neuen Programm sollen Angebote in Trier besser vernetzt und die Chancen von Menschen sogenannter bildungsferner Schichten verbessert werden. Für das Projekt "Lernen vor Ort" erhält Trier ingesamt 1,2 Millionen Euro vom Bund und der Europäischen Union (EU).

Trier. (red) Das zehnköpfige Team, das in Trier das Bildungsförderprogramm "Lernen vor Ort" umsetzt, hat die Arbeit aufgenommen. In städtischen Büros in der Bollwerkstraße 6 wird nach einer detaillierten Bestandsaufnahme unter anderem ein Konzept entwickelt, um die Angebote besser zu vernetzen und zum Beispiel Übergänge von der Schule in den Beruf zu erleichtern.

Das Trierer Rathaus erhält dafür bis 2012 rund 1,2 Millionen Euro vom Bund und aus dem EU-Sozialfonds. Das Projekt "Lernen vor Ort" ist als dezernatsübergreifende Einrichtung dem Büro von Oberbürgermeister Klaus Jensen zugeordnet. Er begrüßte die neuen Kollegen und zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen und reichhaltigen Erfahrungen und Ausbildungen, die die Teammitglieder mitbringen. Das seien sehr gute Voraussetzungen für einen Erfolg des Projekts. Die neuen Mitarbeiter, von denen einige in einer Teilzeitstelle tätig sind, haben unter anderem in der Organisationsberatung, an der Universität und der Fachhochschule in der Personalentwicklung und Erwachsenenbildung unterschiedliche Projekte betreut.

Trier hatte den Zuschlag für das Vorhaben nach einer Initiative von Rudolf Hahn, Leiter des städtischen Bildungs- und Medienzentrums, erhalten. Er erhofft sich von dem Projekt unter anderem fundierte Grundlagen für politische Entscheidungen, die in den nächsten Jahren anstehen. Zudem soll das Programm die Chancen von Angehörigen sogenannter bildungsferner Schichten deutlich verbessern, sich eine berufliche Existenz aufzubauen. Durch eine aufwendige Bestandsaufnahme soll eine transparente "Bildungslandkarte" der Region Trier entstehen, um Interessenten einen schnellen Überblick zu bieten.

Bei der Begrüßung des "Lernen vor Ort"-Teams schlug Klaus Jensen vor, bei der Aus- und Weiterbildung in der Gesundheitswirtschaft und der Logistikbranche deutlich stärker mit den Luxemburger Nachbarn zusammenzuarbeiten. Nur so seien auf Dauer Fortschritte möglich. "Gemeinsam können wir in diesem Bereich eine ,kritische Masse' erreichen", betonte der Oberbürgermeister.

Weitere Informationen über das Programm "Lernen vor Ort" im Bildungs- und Medienzentrum, Rudolf Hahn, Telefon: 0651/718-1430.