Für den goldenen Herbst

Was ist eine Patientenverfügung? Was sind die Tricks der Kriminellen, um an mein Geld zu kommen? Diese und andere Fragen wurden beim ersten Senioren-Sicherheitstag des Kreises Trier-Saarburg in Igel beantwortet. In Leiwen ist dabei ein Projekt geplant, bei dem Senioren ganztägig betreut werden.

Leiwen/Igel. Was mit dem Satz "Könnte ich mal ein Glas Wasser haben?" an der Haustür anfängt, kann böse enden - mit dem Diebstahl von Geld oder Schmuck, oder - schlimmer noch - mit Schaden an Leib und Leben. Vor Tricks und Kniffen, mit denen Kriminelle versuchen, in Haus oder Wohnung zu gelangen, warnte Herbert Grün von der Präventions-Abteilung des Polizeipräsidiums Trier als Referent beim Aktionstag "Sicherheit für Senioren" im Igeler Bürgerhaus (Kreis Trier-Saarburg).Mit Interesse verfolgten etwa 50 Besucher den halbstündigen Vortrag und stellten Fragen zu den Themen "Kontrollanrufe" oder "Gewinn-Mitteilungen". Mit Tipps zum "goldenen Herbst" konnte man sich auch an einem Broschüren-Tisch eindecken. Wer sich nicht sicher ist, ob seine Wohnung ausreichend vor Einbrechern geschützt ist, kann sich für eine kostenlose Begehung bei der Polizei anmelden. "Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was ist, wenn Sie nicht mehr so können wie jetzt, aber nicht in ein Heim wollen?", fragte Dieter Ackermann von der Leitstelle "Älter werden" bei der Kreisverwaltung. Die Pflege werde angesichts der immer größer werdenden Zahl älterer Menschen immer wichtiger, ebenso neue Wohnformen im Alter. In Leiwen und Saarburg seien Projekte geplant, sagte Ackermann, wo Senioren rund um die Uhr betreut werden und gleichzeitig ihre Interessen und Fähigkeiten in einer Wohngemeinschaft einbringen könnten. "Wir wollen ein Netzwerk von Hilfen stricken, und es muss nicht immer das Altenheim sein", so Ackermann. Über Hilfsangebote im Gesundheitsbereich informierte Stephanie Neukirch-Meyer. Patienten- und Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht, ambulante und stationäre Hilfe - auch diese Themenfelder stießen auf großes Interesse. Zu den Besuchern gehörte auch Trier-Saarburgs Landrat Günther Schartz.

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