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Für den Spielplatz in der Bernhardstraße in Heiligkreuz fallen kostenlose Parkplätze weg.

Verkehr : Anwohner in Trier-Heiligkreuz sind sauer, weil Gratis-Parkplätze wegfallen

Spielplätze sind toll. Eigentlich. In der Bernhardstraße in Heiligkreuz fallen dafür aber kostenlose Parkplätze weg. Anwohner sehen rot.

Der Tag, als das Schreiben der Stadt in den Briefkästen der Bernhardstraße in Heiligkreuz lag, war kein guter Tag für die Anwohner.

Schräg gegenüber der Wohnanlage mit den Hausnummern 3 bis 5 konnten bisher etwa ein Dutzend Autos auf einer unbefestigten Fläche parken. Kostenlos. Nun aber baut die Stadt Trier dort einen Spielplatz. Weil die Baufahrzeuge eine Zufahrt brauchen und die Baufirma dort außerdem ihr Material lagert, sind die Anwohner per Brief von der beauftragten Firma aufgefordert worden, die Parkplätze zu räumen. Nach Abschluss der Arbeiten soll dort der Zugang zum Spielplatz sein. Das passt nicht jedem. „Was ist mit Besuchern oder dem Pflegedienst, der täglich kommt?“, fragen die Anwohner.

Der Spielplatz an dieser Stelle sei lange geplant gewesen, sagt Ortsvorsteher Hanspitt Weiler (SPD). „Ich begrüße diese Maßnahme, die im Zusammenhang mit der Wohnanlage Klostergarten gebaut wird.“ Beschwerden von Anwohnern hätten ihn noch nicht erreicht. „Eigentlich haben alle einen Tiefgaragenplatz. Außerdem gibt es den großen Parkplatz an der Spitzmühle. Der ist etwa 50 Meter weiter.“ Warum aber muss ausgerechnet an dieser Stelle ein Spielplatz gebaut werden? Ernst Mettlach, Pressesprecher der Stadt Trier, sagt, da die Wohnanlage Klostergarten in der Bernhardstraße Privatbesitz sei, sei der Bauherr verpflichtet worden einen Ablösebetrag für den Bau eines öffentlichen Spielplatzes zu zahlen. „Das an dieser Stelle in Heiligkreuz Bedarf für einen Spielplatz besteht, hat das Jugendamt durch Spielraum- und Sozialraumanalysen festgestellt.“ In Zusammenarbeit mit StadtGrün (vormals Grünflächenamt) und und der mobilen Spielaktion wurden dafür Kinder zu ihrem Stadtteil befragt.

1000 Quadratmeter groß soll der Spielplatz zwischen der Bernhardstraße und Altbach sein, wenn er fertig ist. Kleinkinder können bereits ab April/Mai 2020 auf der Fläche herumtollen. Ältere Jungen und Mädchen müssen sich bis 2021 gedulden. Die Anwohner bleiben skeptisch. Einer meint: „Dass der Eingang für den Spielplatz gegenüber der Wohnanlage mit Garagenausfahrt ist, wo Busse und Nicht-Anwohner fahren, halte ich für gefährlich. Hausmeisterservice, Besucher und Pflegedienste müssen am Straßenrand parken und auf die lange Suche nach Parkplätzen gehen. Das gibt Chaos. Es wäre auch beides gegangen, Spielplatz und ein paar Stellplätze!“