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Für dicke Wälzer ist der Bus abgefahren

Für dicke Wälzer ist der Bus abgefahren

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember hat der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) auch die Fahrplanauskunft umgestellt. Wichtigste Neuerung: Gedruckt erscheinen die Pläne nicht mehr in der bisherigen Form von zwei Bänden, die zusammen den ganzen VRT-Bereich abdecken.

Trier. "Die zwei dicken Bücher waren für die meisten Leute ohnehin viel zu unhandlich", begründet VRT-Geschäftsführerin Veronika Zänglein die Entscheidung, statt der bisherigen Wälzer lieber 50 Einzelpläne herauszubringen, von denen man sich die jeweils benötigten sicher eher in die Tasche stecke.

In besagter Tasche befindet sich bei vielen Leuten heute bereits ein leistungsfähiger Minicomputer in Form eines Han dys - folgerichtig hat der VRT darum die Unterstützung der elektronischen Medien weiter ausgebaut: Unter der Adresse "mobil.vrt-info.de" erscheint ein auf das Nötigste reduzierter Dialog. Nach Eingabe des aktuellen Standorts, des gewünschten Zielorts und, falls man nicht sofort los will, des gewünschten Fahrttermins, werden die nächsten möglichen Fahrten in einer Liste angezeigt. Erst wenn hier eine Fahrt ausgesucht wird, werden die genauen Details sowie weitere Optionen angezeigt.

"Diesen Service gibt es schon eine Zeitlang, und er wird sehr gut angenommen, obwohl wir ihn bisher noch gar nicht so stark beworben haben", sagt Veronika Zänglein.

Im TV-Schnelltest funktionierte die Abfrage reibungslos und zügig, der anfallende Datenverkehr für eine Anfrage betrug rund 0,2 Megabyte.

Die unter " www.vrt-info.de"; erreichbare Auskunft bietet deutlich mehr Finessen: So kann man auch hier eine einzelne Fahrt planen, aber sich auch den Fahrplan einer kompletten Linie anzeigen lassen oder für Strecken, die man häufiger nutzen möchte, einen Plan für die ganze Woche zusammen stellen lassen. Wer selbst eine Internetseite betreibt, kann außerdem die Fahrplanauskunft ganz einfach integrieren: So können etwa Firmen, Verwaltungen und Vereine ihren Besuchern die Anreise erleichtern.

Kunden, die mit moderner Technik auf Kriegsfuß stehen, können die VRT-Hotline anrufen, um Fahrplanauskünfte zu erhalten. Auf Wunsch wird auch ein persönlicher Plan erstellt und dem Anrufer kostenfrei per Post zugeschickt. Die Nummer lautet 01805/131619, ein Anruf kostet pro Minute zwischen 14 Cent aus dem Festnetz und maximal 42 Cent vom Handy.

Für die Nutzer der Trierer Stadtbusse ändern sich die Abfahrtszeiten vorerst übrigens nicht. Einen neuen Fahrplan wird die Verkehrs-GmbH der Stadtwerke frühestens im Sommer einführen (der TV berichtete). EXTRA

Im Verkehrsverbund Region Trier sind einerseits die kreisfreie Stadt Trier und die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel, Trier-Saarburg und der Eifelkreis Bitburg-Prüm zusammengeschlossen, andererseits auch die Verkehrsbetriebe aus diesen Regionen. Ziel des VRT ist, die Nahverkehrs-Angebote aufeinander abzustimmen und so attraktiv wie möglich zu gestalten. Pro Jahr befördert der VRT auf 140 Zug- und Bahnlinien mit 2700 Haltestellen etwa 28 Millionen Fahrgäste, die insgesamt rund 400 Millionen Kilometer zurücklegen (Stand 2008). (fgg)