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Für eine sichere Zukunft ohne Gewalt

Für eine sichere Zukunft ohne Gewalt

Dank einer großzügigen Spende hat das Kolpingwerk Trier Hilfe in Bolivien leisten können. 20 000 Euro gingen an das Frauenhaus Cochabamba, in dem traumatisierten Frauen und Kindern geholfen wird.

Trier. "Macht bitte weiter so mit eurer Arbeit! Aus Überzeugung unterstütze ich euch gerne", versichert ein engagiertes Kolpingmitglied aus dem Bistum Trier. Die Rentnerin, die nicht namentlich genannt werden will, hat für das Kolping-Frauenhaus in Cochabamba eine sehr großzügige Summe gespendet.
Dass das Kolpingwerk Trier eine Partnerschaft mit Kolping Bolivien hat, ist bistumsweit bekannt. Regelmäßig wird ein Katalog mit aktuellen Projekten veröffentlicht. Seit einigen Monaten können die Mitglieder des Diözesan-Fachausschusses "Lebendige internationale Partnerschaft" auf ganz andere Weise davon erzählen, was in Bolivien passiert, denn sie haben es mit eigenen Augen gesehen.
Darunter auch die Arbeit im Frauenhaus Cochabamba. Das Frauenhaus ist eine Anlaufstelle für Mütter und ihre Kinder, die vor ihren gewalttätigen Ehemännern fliehen. Hier erhalten sie für wenige Monate eine sichere Unterkunft sowie medizinische und psychologische Betreuung.
Die jungen Frauen lernen, wieder Mut zu fassen und nach vorne zu blicken. Sie können in dieser Zeit an Hauswirtschafts- und praktischen Schulungen teilnehmen, um später für sich und ihre Kinder zu sorgen und ein neues Leben aufzubauen.
Von den Spenden werden konkrete Maßnahmen wie die Unterkunft und Weiterbildung der Frauen sowie die psychologische Betreuung finanziert.
"Es freut mich sehr, dass wir mit dieser herausragenden Spende die Frauen in ihrer Notsituation unterstützen können. Ich selbst war bei unserem Besuch sehr bewegt von der Situation der Frauen und auch von ihrer Dankbarkeit, sich in Sicherheit zu wissen" sagt Martina Linden, Beauftragte für internationale Partnerschaft des Kolpingwerks Trier. "Wir konnten uns vor Ort ein Bild von der Arbeit machen und wissen, dass unsere Spenden gebraucht werden."
Der restliche Spendenbetrag in Höhe von 6000 Euro kommt sozialen Hilfen und der Verbandsentwicklung in Bolivien zugute.
Die vom Kolpingwerk Trier unterstützten Projekte sind mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) zertifiziert und werden als solche jährlich geprüft. red
Nähere Informationen:
martina.linden@kolping-trier.de oder petra.heusler@kolping-trier.de