Für Kunstrasen

BEKOND. Der marode Zustand des Bekonder Tennenplatzes ist schon lange ein Problem für die örtlichen Vereine und die Jugend (der TV berichtete). In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Ortsgemeinderat nun grundsätzlich für eine Sanierung mit teurem Kunstrasen entschieden.

Der Entscheidung vorausgegangen waren Besichtigungstermine auf benachbarten Kunstrasenplätzen - etwa Salmrohr - und entsprechende Preiskalkulationen. Ortsbürgermeister Paul Reh fasste das Ergebnis wie folgt zusammen: Ein Naturrasenplatz komme wegen der hohen Folgekosten und durch die beschränkte Nutzungsdauer nicht in Frage. Zu überprüfen sei daher die Finanzierbarkeit der verbleibenden Varianten. So sei für die Sanierung als Tennenplatz mit Kosten von rund 350 000 Euro zu rechnen. Ein Kunstrasenplatz schlage mit rund 450 000 Euro zu Buche. Bei einer 50-prozentigen Förderung würde der Anteil der Ortsgemeinde somit 175 000 Euro bis 225 000 betragen, was über Kredite finanziert werden müsste. Fraglich sei, ob es dafür eine Genehmigung von der Kommunalaufsicht und der ADD gebe. Alternativ sollte versucht werden, die Kostendifferenz zwischen Tennenplatz und Kunstrasenplatz in Höhe von rund 100 000 Euro anderweitig zu finanzieren, sagte Reh. Zu prüfen seien die Finanzierungs-Möglichkeiten durch Spenden und Sponsoren sowie Einsparungen durch Eigenleistungen. Nach weiterer Beratung beschloss der Rat bei acht Ja- und zwei Nein-Stimmen, den Tennensportplatz Bekond in ein Kunstrasen-Spielfeld umzuwandeln. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die finanzielle Mehrbelastung in Höhe von etwa 100 000 Euro durch Eigenleistungen, Spenden und Sponsoren aufgebracht werden kann und diese Ausbauvariante vorher durch die Kommunalaufsicht genehmigt wird.

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