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Für mehr Begegnung und Beschäftigung

Für mehr Begegnung und Beschäftigung

Kostenlos Bewerbungsmappen erstellen, sein persönliches Auftreten verbessern und den Umgang mit Computer und Internet trainieren - mit diesem Angebot möchte das "Café Bär" in Trier-West die Beschäftigung ankurbeln.

Trier-West. (QO)"Der Stadtteil ist wunderschön, ich gehe gern zur Arbeit", sagt Ingrid Schmitt. Die Diplom-Soziologin leitet das nach mehrjähriger Pause neu eröffnete Qualifizierungs-, Beratungs- und Begegnungszentrum "Café Bär" des Caritasverbands, das die Trier-Wester mit einem guten preiswerten Frühstück und Mittagessen in die Bärenfeldstraße lockt. (der TV berichtete). Finanziert wird das Café über das Bundesprogramm "Xenos" sowie das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" und den Europäischen Sozialfonds.Rita Prison ist eine von acht Frauen, die hier unter der Leitung der Hauswirtschafterinnen Astrid Borgsmüller und Hedwig Herrig ein halbes Jahr lang im hauswirtschaftlichen Bereich qualifiziert werden. Sie hat bereits in der Küche und im Servicebereich gearbeitet. "Am Anfang hab' ich mir das gar nicht zugetraut, aber es läuft super", strahlt sie. "Morgens zum Frühstück kommen viele Frauen, oft mit kleinen Kindern. Mittags kommen beispielsweise auch ältere Männer, wir haben hier schon viele Stammgäste", hat Ingrid Schmitt beobachtet.Gemeinsam viel erreichen

Darüber hinaus bietet das "Café Bär" ein Internetcafé mit Selbstlernzentrum, Schulungen zu Bewerbung und Medienkompetenz sowie umfassende Arbeitsmarktberatung und Stellenvermittlung. Über lockere Gesprächsgruppen möchten Ingrid Schmitt und ihre Mitarbeiterin Gudrun Pletsch Menschen motivieren, die Angebote in Anspruch zu nehmen. "Viele Trier-Wester trauen sich nicht aus dem Stadtteil heraus", stellt Ingrid Schmitt fest. Ängste und geringe Frustrationstoleranz müssten bekämpft werden. "Dafür sind die Menschen hier sehr aufgeschlossen und solidarisch."Regelmäßig nimmt sie am "runden Tisch" der Gemeinwesenarbeit der Caritas teil und kooperiert mit der Geschäftsinitiative "Wir im Westen". "Die Infrastruktur im Stadtteil ist gut, wir können gemeinsam viel erreichen", resümiert Monika Berger, Abteilungsleiterin Arbeit und Qualifizierung beim Caritasverband. "Im Moment erleben wir eine Aufbruchstimmung, das müssen wir vorantreiben."