Fundament für touristische Zukunft

Fundament für touristische Zukunft

KASEL. Was lange währt, wird endlich gut: Die Tourist-Information der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer wurde jetzt offiziell von Bürgermeister Bernhard Busch seiner Bestimmung übergeben. Der Landeszuschuss für das 275 000 Euro teure Gebäude liegt bei 179 000 Euro.

Seit 20 Jahren waren Rat und Verwaltung der VG bemüht, eine Tourist-Information zu schaffen, die auch ihren Namen verdient hat. Zahlreiche mögliche Standorte und auch Konzeptionen wurden erdacht, diskutiert und letztlich wieder verworfen. "Dass wir dennoch zu einem hervorragenden Ziel gekommen sind, haben wir neben der eigenen Arbeit auch guten Partnern zu verdanken", sagte Bürgermeister Bernhard Busch: Dazu zählt er in erster Linie die Landesregierung, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier und die Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Sie hätten mit gutem Rat, aber auch mit einem hohen Zuschuss zum Gelingen beigetragen. Die Planer haben in einem mehrfach begrenzten Umfeld mit schwierigen Vorgaben ein schönes und funktionales Gebäude erdacht und als Bauleitung eine gut funktionierende und ansprechende Tourist-Information geschaffen. Martina Konz und Günter Schuh erfahren seit ihrem Einzug ins Gebäude täglich die große Resonanz und Akzeptanz - auch wegen der zusätzlichen Öffnungszeiten am Samstag. Für Architekt Hans Jürgen Stein ist es "ein zeitgemäßer, moderner Bau, der Neues mit Altem verbindet, seine regionale Herkunft betont und im besten Sinne als regionaltypisch bezeichnet werden kann."Anlaufstelle mit hohem Nutzwert

Mit der Tourist-Information soll eine Ausrufezeichen für einen Aufbruch in eine neue Tourismus-ära in der VG Ruwer gesetzt werden. "Mit diesem Gebäude haben Sie ein Aushängeschild geschaffen. Es ist eine Anlaufstelle für Urlauber mit hohem Nutzwert", sagte Staatssekretär Siegfried Englert. Das Gebäude strahle Ruhe und Würde aus und vermittle den Eindruck von Qualität. Parallel zum neuen Gebäude steht die VG Ruwer am Beginn mehrerer großer touristischer Infrastrukturprojekte. Dazu zählen der Saar-Hunsrück Steig, die Beteiligung an der "Straße der Römer" und insbesondere auch der Ruwer-Hochwald-Radweg. Die Einweihung der Tourist-Information nutzte die VG, einen Abschnitt des Radweges zu "erfahren". Aus Richtung Hermeskeil war der Radweg bereits eingeweiht worden. Diese Veranstaltung sollte nun im Ruwertal nicht gedoppelt werden, sondern nur mit der Fahrt offiziell an die Bevölkerung übergeben werden. Busch ist zuversichtlich, dass die Landesregierung auch weiterhin zu ihren Zusagen steht. Dann könne tatsächlich in sehr absehbarer Zeit mit dem Fahrrad von Ruwer nach Hermeskeil gefahren werden. Bereits jetzt erfreuten sich alle bestehenden Abschnitte großer Beliebtheit. Das sehen auch Martina Konz und Günter Schuh in Kasel so. Ein erheblicher Teil ihrer Kundschaft nutzt diesen neuen Radweg bereits.