Funk und Soul vom Feinsten

Eine gelungene Premiere feierte die neue Trierer Formation "The Funky Sultan D Gang" beim siebten Konzert von "Jazz im Brunnenhof". Sie präsentierten vor 430 Besuchern rund 40 Jahre Funk und Soul sowie umarrangierte Pop- und Rockhits.

Trier. (ae) Auch bei der 16. Auflage der Reihe "Jazz im Brunnenhof" haben die Veranstalter, das Kulturbüro der Stadt Trier und der Jazzclub EuroCore, wieder durch einen speziellen Abend ihre Verbundenheit mit Musikern anderer Genres zum Ausdruck gebracht.

Das siebte Konzert dieses Sommers stand mit der zehnköpfigen Formation "Funky Sultan D Gang" aus der Region Trier ganz im Zeichen von Soul und Funk. Es war zudem die Premiere eines in die Tat umgesetzten Traums zweier Musiker, des Bassisten Andreas Düro und des Drummers und Sängers Oliver Rohles. Nach 20 Jahren gemeinsamer Arbeit in unterschiedlichen Formationen haben sie mit weiteren Profis aus der Region die "Funky Sultan D Gang" neu gegründet, um ihre Leidenschaft zu Soul und Funk ausleben zu können. Genau die bestimmt das Konzert schon von der ersten Minute an. In einem fetzigen Mix aus scharfen Bläsersätzen von Andreas Steffens (sax), Michael Schu (tp) und Thomas Sassenroth (tb), treibenden Rhythmen von Drummer Tobias Ostheim und Bassist An dreas Düro, satten Keyboardharmonien von Alex Mathias, akzentuierenden Gitarrensoli von Richard Gueth und den warmen bis schmelzenden Klangfarben dreier Soul-Gesangsstimmen von Oliver Rohles, Silvia Berthold und Shondell Mims präsentiert die Band auf höchst professionellem Niveau ein breites, 40 Jahre Musikgeschichte umspannendes Repertoire.

Da klingen Perlen wie "Respect just a little bit" von Aretha Franklin, Hits von Steve Wonder, Chaka Khan, Tower of Power oder Joss Stone, kurz alles, was von Motown bis heute nicht nur Hit- und Klassikerpotenzial hat, sondern auch garantiert in Bauch und Beine fährt. Dazwischen sogar Songs von Abba wie "Voulez vous", das mit der schwarzen Stimme von Shondell Mims und einer Percussion-Einlage von Oliver Rohles als taufrisch aufgepeppter Soulhit durchgeht.

Die 430 Zuschauer wippen, klatschen oder tanzen teilweise mit und hätten das an diesem warmen Gute-Laune-Sommerabend sicher noch länger getan. Doch Punkt 22 Uhr muss das Konzert wegen Klagen eines Anwohners gegen die Schallemissionen der Sommertreff-Konzerte im Brunnenhof beendet werden. Das allerdings geschieht sehr stilvoll, mit einer klasse Version des Titels "Thank you for the music", den man als Dank der Band an die von ihnen gecoverten Künstler, aber auch als den des Publikums an die "Funky Sultan D Gang" verstehen kann.