Fußball & Co.

Das Beste am Wochenende ist: Man braucht keine nervigen To-do-Listen und kein minutiöses Zeitmanagement, kann theoretisch den ganzen Tag unter der Decke verträumen. Hört sich gut an, aber am Ende siegt - wie meistens - der gepflegte Freizeitstress.

Denn nicht nur die Sonne lockt am langen Pfingst-Wochenende aus den Laken: Am Samstagabend ist's einfach - da ist das Champions-League-Finale Bayern München gegen Inter Mailand gesetzt. Offen ist nur, wo ich es sehen werde. Vielleicht im Cheers-Biergarten hinter dem Trierer Theater, ein kleiner Vorgeschmack auf die WM. Später bieten sich Klassiker an - entweder die Luke (Römerbrücke) oder Trashique (Flucht nach vorn, Judengasse). Unentschlossen bin ich noch, ob mich Electro Ferris ins Trierer Forum locken kann. Bestimmt nicht übel. Als Einstimmung kann ich jedenfalls die grandiose Parodie von Oliver Kalkofe zu einem Ferris-MC-Auftritt bei Viva empfehlen, ein zeitloser Klassiker (einfach bei youtube.com nach "Kalkofe" und "Ferris MC" suchen). Falls ich nach dem Bayern-Sieg für ein paar Niederlagen zu haben bin, gehe ich auf eine Runde Kicker ins Simpel (Simplicissimus, Viehmarkt).

Und wenn ich das tatsächlich alles machen sollte und den Sonnenaufgang im bunt gemixten, wenn auch nicht überbordend romantischen Café an der Brück (Karl-Marx-Straße) erlebe, dann fällt der Pfingstsonntag für mich aus. So oder so: Sonntag und Montag werden ruhiger. Mit Ausflug oder Picknick. An beiden Tagen gibt's abends spannende kleinere Konzerte im Exhaus. Am Sonntag spielt Wax Mannequin (Kanada, Progrock-Parodie) in der Wohnzimmer-Atmosphäre des Café Exakt. Und eine definitive Empfehlung gibt's am Montagabend für den Auftritt des Trierer Duos You can say you to me sein (Songwriting, zusammen mit Talking to Turtles im kleinen Exil). Hört sich nach perfektem Abschluss der Pfingsttage an. hpl/dr