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Fußballtouristen inspizieren Kunstrasen

Fußballtouristen inspizieren Kunstrasen

Der moderne Kunstrasensportplatz in Reil dient als Musterbeispiel für andere Sportvereine. Der TuS Recke aus dem Landkreis Steinfurt hat den TuS Reil besucht, um in einem Freundschaftsspiel den kunstgrünen Rasen zu testen. Nun bekommen die Recker das gleiche Rasenmodell.

Reil/Recke. Kunstrasenplatz-Tourismus an der Mosel: 370 Kilometer sind die Fußballer des TuS Recke (Landkreis Steinfurt) im nördlichen Teil Nordrhein-Westfalens gereist, um sich den Kunstrasenplatz des TuS Reil an der Mosel anzuschauen. Mehr noch. Die Kicker hatten auch gleich ihre Fußballschuhe mitgebracht, um in einem Freundschaftsspiel mit den Reiler Sportkollegen das Kunstgrün zu testen. Das Ergebnis 2:1 für die Norddeutschen war dabei nebensächlich. Vielmehr waren die Spieler vom Platz der Reiler überzeugt.
Wie die Ibbenbürener Volkszeitung (IVZ) berichtet, kehrten die Recker Kicker mit einem eindeutigen Beschluss von der Mosel zurück. "Wir waren angenehm überrascht von der guten Bespielbarkeit. Für mich gibt es keinen anderen Platz", sagte Sandmann, Torhüter des TuS Recke. "Wir haben viele Erkenntnisse gewinnen können", sagte der Recker Bürgermeister Eckhard Kellermeier. Aus dem hehren Wunsch ist dann laut IVZ sogar Wirklichkeit geworden. Der Gemeinderat Recke hat beschlossen, dem Sportverein einen neuen Kunstrasen zu legen. Und zwar den gleichen wie in Reil an der Mosel.
Der 761 000 Euro teure Kunstrasensportplatz in Reil ist vor gut einem Jahr fertiggestellt worden und basiert auf der neuesten Technik der Kunstrasenplätze. "Der Platz hat kein Granulat wie andere Plätze. Die Halme sind dichter gesteckt. Diese Technik hat den Vorteil, dass der Rasen auch Hochwasser aushält, wenn die Mosel über die Ufer tritt", sagt Sebastian Henrichs, zweiter Vorsitzender des TuS Reil. Der Sportverein sei der Erste in der Region, der einen Platz der fünften Generation besitze. Verein und Ortsbürgermeister Artur Greis hatten sich das Modell vor dem geplanten Neubau in der Pfalz angeschaut und sich im Gemeinderat für das Modell einer Schweizer Firma entschieden.