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Gassi fliegen am Mattheiser Weiher? - Ente Spunk genießt den Sonnenuntergang

Ein besonderes Haustier : Gassi fliegen am Mattheiser Weiher? - Ente Spunk genießt den Sonnenuntergang (Video/Fotos)

Sie wackelt mit dem Hintern, geht gern spazieren und verteidigt ihr Frauchen vehement, wenn es sein muss. Klingt nach einem Hund? Weit gefehlt.

Beim Spaziergang am Mattheiser Weiher - übrigens halten alle Abstand und sind zu zweit unterwegs - sitzen zwei Frauen auf einer Bank, die eine links, die andere rechts. Dazwischen thront auf der Lehne eine stattliche Ente.

Passiert, denkt sich der Spaziergänger, schließlich gibt es viele Enten dort, die durchaus an Menschen gewöhnt sind. Auffällig ist, dass die Frau rechts auf der Bank mit dem Tier redet und es anfasst, als wäre das stattliche Tier ein Schoßhündchen.

Ente Spunk geht spazieren

Was stimmt denn da nicht? Auf die Frage, wie es komme, dass das Tier so ungewöhnlich zutraulich ist, anwortet sie: „Das ist meine Ente“.

Bitte was? Tatsächlich lässt sich die Ente für unsere Fotos ohne viel Schnattern hochheben und in die richtige Position bringen. Das Frauchen von Spunk, wie die putzige Ente heißt, ist Monique Heinz aus Aach. Sie ist gebürtige Luxemburgerin, lebt aber in Deutschland.

Wie kommt man an eine Ente als Haustier? „Das war Zufall.“ Eigentlich hatte Monique Heinz sich für einen Nymphensittich aus einer Anzeige interessiert. Als ihr dann aber die winzige putzige Ente gezeigt wurde, war es um sie geschehen. Das war vor viereinhalb Jahren. Seit diesem Zeitpunkt lebt Spunk als Haustier bei Monique Heinz. Erst draußen. Doch Spunk pickte Metallstücke auf, die sie sehr krank machten. Nach zahlreichen Tierarztbesuchen geht es Spunk wieder gut. Und sie darf seitdem auch mit im Haus wohnen, erzählt Frauchen Monique.

Eine Leine braucht Spunk nicht. Wegfliegen kommt für das sympathische Federvieh anscheinend nicht infrage. Die Ente geht bei Fuß, folgt ihrem Frauchen auf Schritt und Tritt und hört, wenn sie gerufen wird. Wenn es sein muss, verteidigt sie ihr Frauchen auch wie ein Hund - aber eben auf ihre Entenart. Das berichtet zumindest ihr Frauchen. „Im Sommer gehen wir auch zusammen schwimmen. Dann sitzt Spunk immer auf meiner Schulter, während ich im Wasser bin“, erzählt die Luxemburgerin lachend.

Und so spaziert Monique Heinz in den Sonnenuntergang am Mattheiser Weiher. Neben ihr watschelt Spunk, wackelt mit dem Hinterteil und schlägt imposant mit den Flügeln.