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Essen & Trinken : Neues in der Trierer Gastroszene: Bier und Burgunder, Döner und Dorade

Ein Blick in die Trierer Gastroszene: Die einen erfinden sich gerade neu, andere expandieren oder setzen auf aktuelle Trends: Ein junger Unternehmer aus Ralingen geht mit der ersten Kreativbierbar in der City an den Start.

Ralf Laux ist im Stress. Der Inhaber des Walderdorffs am Domfreihof hat noch viel zu tun bis zur Neueröffnung am 1. Februar. Nach 20 Jahren als Betreiber der Weinbar Napoleon, des Restos Walderdorffs und des Clubs Toni fand er, dass es Zeit sei für eine Veränderung. „Wir haben im Sommer mit dem Club Toni angefangen und alles auf den neuesten Stand gebracht. Technisch wie optisch. Im November haben wir dann die Küche komplett neu gebaut.“ Jetzt ist die ehemalige Weinbar Napoleon dran. Die verwandelt sich gerade in das Restaurant Astoria. Ein schickes Lokal im Art-déco-Stil mit 40 Plätzen, weißen Tischdecken, dunkel getäfelten Weinregalen und türkisfarbenen Stühlen. Damit nicht nur die Verpackung stimmt, sondern auch der Inhalt, hat Laux eine neue Küchencrew eingestellt. Neu in der Küche sind Harald Wöhrle und Christoph Kaiser, sie kochen Tellergerichte inklusive Vorspeisen aus frischen regionalen Produkten und sollen das Astoria im gehobenen Mittelsegment positionieren. „Es wird eine kleine überschaubare Speisekarte geben. Dafür haben wir die Weinkarte erweitert. 100 Positionen stehen zur Auswahl“, sagt Laux. Moselweine, Winzersekte, Champagner sowie eine große Auswahl an roten Burgundern sollen außerdem die Gaumen seiner Gäste erfreuen. Die können an lauschigen Abenden auch auf der Terrasse mit Blick auf den Dom und den Domfreihof dinieren. Ein Teil des Platzes soll künftig für das Astoria reserviert werden.

Dass das Leben zu kurz ist, um schlechtes Bier zu trinken, wissen die meisten ja schon lange. Braumeister und Biersommelier Nikola Weiler aus Ralingen war es mit seiner Kreativbierbar Craftprotz in der Palaststraße 10 daher ein Bedürfnis, „einen Treffpunkt für sämtliche Bierliebhaber und Craftbeerfans zu etablieren und somit die Biervielfalt im Großraum Trier zu erhöhen“. Seit Mitte Dezember fließen aus zwölf Zapfhähnen wechselnde Biersorten von lokalen, nationalen und internationalen Brauereien. Weiler und sein Team laden ein zu Biertastings (Verkostungen) und Veranstaltungen rund um das Thema Bier. Sein Konzept scheint anzukommen, denn zahlreiche seiner Bier-Bar-Fans äußern sich positiv auf dem sozialen Netzwerk Facebook: „Super location, nettes Personal und leckere Biere“, schreibt Dominik Mueller. Und Markus Heck schwärmt: „Wer Wert legt auf ein außergewöhnliches Bier, das man nicht an jeder Ecke bekommt, ist hier genau richtig. Hier gibt es für jeden Geschmack etwas und es wird nie langweilig, da die Biersorten variieren.“

Die neue Ali-Baba-Filiale in der Brotstraße: Mehmet Kirisikoglu und Inhaberin Gülle Temizsoy. Foto: TV/Verona Kerl

Bisweilen wechseln die Ladenlokale in der Trierer Innenstadt so schnell ihren Besitzer, dass mancher Kunde leicht überfordert wirkt. Seit wann es denn den Döner-Imbiss Ali Baba in der Brotstraße gebe, fragt eine Frau, bevor sie sich was zu essen bestellt. Die Antwort lautet: seit etwa zwei Wochen. Und ja, noch vor ein paar Monaten verkaufte dort die Familie Calchera Eiscreme. Jetzt rollt Mehmet Kirisikoglu Yufkateig aus und schneidet Dönerfleisch von den Spießen für seine hungrige Kundschaft. „Wir verwenden nur frische Produkte und machen fast alles selbst“, sagt Kirisikoglu. Inhaberin Gülle Temizsoy ergänzt: „Wir backen unser eigenes Yufka-Fladenbrot, machen unsere eigenen Falafel (Anm. d. Redaktion: frittierte Bällchen aus Kichererbsen) und bieten außerdem Döner aus Geflügel und Kalbfleisch an.“ Offenbar mundet der Unterschied zu Fertigprodukten. Die Kunden kommen am Mittag zahlreich.

Bierbrauer und Biersommelier Nikola Weiler in seinem Bierlokal Craftprotz in der Palaststraße in Trier. Foto: TV/Verona Kerl

Wie schmeckt eigentlich die Welt? Das Restaurant masons in der Johannisstraße 16 verspricht darauf eine Antwort zu haben. Von Amerika bis Australien können sich die Gäste seit Herbst 2018 Gerichte rund um den Globus aussuchen. Das Team versichert, sich an einem Abend einmal um die Welt essen zu können und dabei eine Auswahl von über 30 Gerichten zu haben.

Auf die Vielfalt der italienischen Küche hatte sich das Ristorante-Pizzeria Albarone am Viehmarktplatz 13 spezialisiert. Nun soll es schließen, heißt es in der Gerüchteküche. Chefin Sandra Alija mag sich darüber aber gegenüber dem Trierischen Volksfreund nicht äußern. Verträge seien noch nicht unterzeichnet. Also, kein Kommentar zu neuen Betreibern.

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