Geborgenheit und Sicherheit
Im Mehrgenerationenhaus hat die Nestwärme-Kinderkrippe bereits im August ihren Betrieb aufgenommen. Nun feierten Mitarbeiter, Sponsoren, Unterstützer und Familien offiziell die Einweihung der Einrichtung mit Modellcharakter.
Trier. (cofi) Die Nestwärme-Kindertagesstätte ist in Rheinland-Pfalz die einzige und bundesweit eine von wenigen Krippen, in denen integrativ gearbeitet wird. In drei Gruppen für je acht Kinder im Alter zwischen zwei Monaten und dem vollendeten dritten Lebensjahr können insgesamt auch neun Jungen und Mädchen mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung aufgenommen werden. Träger ist die "Nestwärme gGmbH", welche die Einrichtung gemeinsam mit der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg auf den Weg brachte. Ein Pflege- und Therapiezimmer, ein Turn- und Bewegungsraum, zwei Schlafzimmer, Bad und Küche stehen auf 400 Quadratmetern Fläche zur Verfügung. "Die Familien beweisen jeden Tag aufs Neue, wofür wir antreten", sagt Petra Moske, Vorsitzende des Nestwärme-Vereins.Zusätzlich zu den sieben Erzieherinnen arbeitet in jeder der drei Krippengruppen auch eine Kinderkrankenschwester, um die bestmögliche Betreuung auch für kranke und behinderte Kinder zu gewährleisten. "Integration ist von Anfang an wichtig und die Eltern haben lange auf die Eröffnung dieser Einrichtung gewartet. Die Krippe soll von der Raumgestaltung bis zum Spielzeug Geborgenheit, Sicherheit und Nestwärme ausstrahlen", erklärt Elisabeth Schuh von der Nestwärme gGmbH. Keine kontroversen Diskussionen habe es in Stadtrat und im Kreis gegeben, die sich an der Finanzierung beteiligen, sagen Bürgermeister Georg Bernarding und Landrat Günther Schartz. Die Plätze in einer der drei Gruppen sind für Mitarbeiter der Kreisverwaltung reserviert. Mittlerweile gibt es bereits eine Warteliste für gesunde Kinder, für kranke Jungen und Mädchen stehen im ehemaligen Bahngebäude noch vier Plätze zur Verfügung.